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Mainz (ddp-rps). Weinbauminister Hendrik Hering (SPD) hat erneut die Einrichtung eines neuen Weinbaustudienganges verteidigt. Dem Ministerium lägen bereits 100 Anmeldungen von Betrieben vor, die im Rahmen des dualen Ausbildungsstudienganges einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen wollten, sagte Hering am Donnerstag im Mainzer Landtag. Das zeige deutlich, dass es in der Weinwirtschaft einen Bedarf für den neuen Studiengang gebe.
Das Land will bis Herbst 2009 einen Bachelor-Studiengang Weinwirtschaft am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Neustadt an der Weinstraße für rund 30 Studierende einrichten. Das rund 800 000 Euro teure Angebot soll in Kooperation mit den Hochschulen in Kaiserslautern und Ludwigshafen umgesetzt werden und einen hohen Praxisanteil enthalten.
CDU und FDP bezweifeln dagegen, dass es für den neuen Studiengang genügend Interesse gibt. CDU-Weinbauexpertin Christine Schneider forderte erneut, ein länderübergreifendes Konzept in Zusammenarbeit mit der renommierten Weinbauakademie im hessischen Geisenheim zu entwickeln
Hering sagte, Rheinland-Pfalz werde sein Engagement in Geisenheim keineswegs zurückfahren. Angesichts eines Trends zu größeren Weinbaubetrieben werde der Bedarf an akademisch gebildeten Betriebsleitern künftig aber weiter wachsen. «Man muss ein zukunftsweisendes Angebot bieten», betonte Hering. Duale Studiengänge seien von der Wirtschaft gefragt und keineswegs ein «Hochschulstudiengang light».
(ddp)

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