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Trier (ddp). Wegen sexuellen Missbrauchs von 8 seiner 14 Kinder muss sich ein 54 Jahre alter Familienvater aus der Eifel seit Mittwoch vor dem Landgericht Trier verantworten. Der Mann soll die vier Jungen und vier Mädchen zwischen 1991 und 2007 missbraucht haben, wie eine Sprecherin des Landgerichts mitteilte. Die Staatsanwaltschaft legt ihm mindestens 100 Fälle zur Last, in 97 Fällen lautet der Vorwurf auf schweren sexuellen Missbrauch. Die Kinder waren zum Zeitpunkt des ersten Übergriffes jeweils zwischen 7 und 14 Jahren alt.
Der Mann wurde Ende November 2007 festgenommen, nachdem die Polizei zu einem lautstarken Streit im Haus der Familie in einem Dorf im Landkreis Bitburg-Prüm gerufen worden war. Der stark alkoholisierte Familienvater habe vor den Beamten bei dieser Gelegenheit Andeutungen über den Missbrauch seiner Kinder gemacht, sagte der Trierer Leitende Oberstaatsanwalt Horst Roos. Daraufhin wurden Ermittlungen eingeleitet und der Mann wenig später in Untersuchungshaft genommen.
Der Missbrauch sei so lange unentdeckt geblieben, weil der Vater die Kinder massiv eingeschüchtert habe, sagte Roos. Unter anderem soll er ihnen gedroht haben, sie umzubringen oder ihrer Mutter etwas anzutun, wenn sie nicht schweigen. Der Beschuldigte sei nicht vorbestraft und nicht auffällig gewesen. Daher hätten auch weder Nachbarn noch Jugendamt Verdacht geschöpft. Das Gericht hat für die Verhandlung zunächst acht weitere Termine angesetzt. Das Urteil wird am 4. Juli erwartet.
(ddp)

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