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Mainz (ddp-rps). In der Debatte um eine feste Rheinquerung im Weltkulturerbe Mittelrheintal wird es voraussichtlich noch in diesem Sommer zu einer Entscheidung kommen. Die Landesregierung habe der UNESCO insgesamt vier Varianten vorgestellt, darunter die Tunnellösung und drei mögliche Brücken, teilte der Sprecher des Verkehrsministeriums in Mainz, Kai Krischnak, am Mittwoch mit. Spätestens im Juli wolle die Organisation auf ihrer Sitzung im kanadischen Quebec «eine endgültige Entscheidung treffen», welche dieser drei Varianten mit dem Welterbe verträglich sei.
Ein gemeinsamer Ortstermin fand Krischnak zufolge im Februar dieses Jahres in St. Goar/St.Goarshausen an der Loreley statt. Danach wollte die Landesregierung zunächst einmal die Meinungsbildung bei der UNESCO abwarten.
Die meisten Chancen werden im Ministerium der Brückenvariante zwischen den Orten Fellen und Wellmich nördlich von St. Goar und St. Goarshausen eingeräumt. Dass die UNESCO eine Brücke direkt an der Loreley als welterbeverträglich einstufen werde, sei hingegen eher unwahrscheinlich, sagte Krischnak. Im Übrigen habe die Landesregierung bereits in der Vergangenheit mehrfach klargestellt, dass der Welterbestatus des Mittelrheintals auf keinen Fall gefährdet werden dürfe.
Die CDU hatte die Landesregierung zuvor aufgefordert, «endlich Klarheit im Hinblick auf eine feste Rheinquerung bei St. Goar/St.Goarshausen zu schaffen». Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Josef Bracht, forderte die Landesregierung auf, sie müsse «im Gespräch mit der UNESCO endlich offensiv für eine architektonisch dem Landschaftsbild angepasste Rheinquerung» werben. Bislang habe die Landesregierung hierfür aber noch «kein überzeugendes Konzept vorgelegt».
(ddp)

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