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Prozess im Fall Lea-Sophie fortgesetzt

ddp - Mittwoch, 14. Mai, 09:38 Uhr

Schwerin (ddp-nrd). Der Prozess gegen die Eltern der verhungerten Lea-Sophie ist am Mittwoch vor dem Schweriner Landgericht fortgesetzt worden. Am vierten Verhandlungstag waren zunächst die Zeugenaussagen von Krankenschwestern und Rettungssanitätern geplant, die das Kind vor dessen Tod versorgt hatten. Auf die ursprünglich vorgesehene Befragung von Mitarbeitern des wegen Versäumnissen in der Kritik stehenden Schweriner Jugendamtes wurde verzichtet, weil inzwischen gegen sie ermittelt wird und sie deshalb nicht aussagen wollen.

Seit Mitte des April müssen sich die 24 Jahre alte Mutter und der 26 Jahre alte Vater von Lea-Sophie für den Hungertod ihrer Tochter vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt beiden gemeinschaftlichen Mord durch Unterlassen sowie Misshandlung von Schutzbefohlenen zur Last. Zum Prozessauftakt war von Medizinern der katastrophale gesundheitliche Zustand des Mädchens beschrieben worden.

Lea-Sophie war am 20. November 2007 in einer Schweriner Klinik gestorben. Zum Zeitpunkt des Todes wog das Mädchen noch knapp 7,4 Kilogramm.

Für den Prozess sind laut Gericht acht Verhandlungstage angesetzt. Am 9. Juni soll voraussichtlich das Urteil gesprochen werden.

(ddp)

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