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Berlin (ddp). Die Kinderschutz-Zentren in Deutschland haben den Entschluss der Koalition begrüßt, von einer Verschärfung des Sexualstrafrechts für Jugendliche abzusehen. «Man kann nicht 16-jährige Jugendliche kriminalisieren, die sich gegenseitig am Strand fotografieren», sagte Arthur Kröhnert, Bundesgeschäftsführer der Kinderschutzzentren, der «Berliner Zeitung» (Mittwochausgabe). Die bislang geltenden gesetzlichen Regelungen zum Schutz vor Missbrauch Minderjähriger seien ausreichend. «Zur Ahndung sexueller Übergriffe gibt es das Strafrecht», sagte Kröhnert.
Die große Koalition hat ihre umstrittenen Pläne für ein erweitertes Sexualstrafrecht überarbeitet. Union und SPD reagierten damit auf Kritik von Juristen und Sexualwissenschaftlern, die vor einer Kriminalisierung einvernehmlicher Zärtlichkeiten unter Teenagern gewarnt hatten. FDP und Grüne begrüßten am Dienstag den Schritt.
Das Bundesarbeitsgemeinschaft Kinderschutz-Zentren berät Familien mit Gewaltproblemen, speziell bei körperlicher und seelischer Kindsmisshandlung, Kindesvernachlässigung und sexuellem Missbrauch.
(ddp)

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