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Halle (ddp-lsa). Der Betreiber der Tongrube Vehlitz und die Behörden haben erneut versichert, dass die aus der Grube entweichenden Gase nicht gesundheitsgefährdend sind. Experten des Landesbergamtes, des Wirtschaftsministeriums und eines Ingenieurbüros sagten am Dienstag bei MDR INFO, die Konzentration aller gemessenen Gase liege deutlich unter den Grenzwerten.
Helfried Sasse vom Umwelt-Ingenieurbüro GUMA sagte, man habe Methan, Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff gemessen. «Es gibt aber keine Gefahr im Sinne der Gefahrstoffverordnung.» Das Ingenieurbüro ist vom Betreiber Sporkenbach Ziegelei mit Messungen beauftragt worden.
Der Präsident des Landesbergamtes, Peter Klamser, bestätigte, auch er sehe keine Gefahr, wohl aber eine Geruchsbelästigung. Das Unternehmen müsse handeln und eine Abdeckung, eine Gasabsaugung und eine Gasreinigung installieren. Nach Angaben Klamsers hatten die Betreiber der Versatzanlage Vehlitz das Einbringen mineralischer Stoffe beantragt. Es seien aber 20 bis 40 Prozent organisches Material.
Gerd Johannsen vom Grubenbetreiber Sporkenbach blieb dagegen bei der Auffassung des Unternehmens, dass auch organisches Material habe verkippt werden dürfen. Es seien 29 Abfallarten beziffert worden, darunter Abfälle, die gemischt sind aus Hausbruch oder Bauschutt.
Der Staatssekretär im Magdeburger Wirtschaftsministerium, Thomas Pleye, forderte, der Anteil organischen Materials müsse so gering wie möglich gehalten werden. Dem Ministerium gehe es darum, dass Gefahren und Belästigungen der Bürger beseitigt würden.
Edeltraud Rogee (Linke) sagte, im Untersuchungsausschuss müsse man klären, inwieweit die Landesregierung ihren Verpflichtungen nachgekommen und weshalb erst so spät reagiert worden sei. Signale habe es bereits im März 2007 gegeben.
(ddp)

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