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Grüne: NRW ist schlechter Gastgeber für Bonner Naturschutzgipfel

ddp - Dienstag, 13. Mai, 11:42 Uhr

Düsseldorf (ddp-nrw). Die Grünen haben der Landesregierung wenige Tage vor der UN-Naturschutzkonferenz in Bonn Versagen beim Artenschutz vorgeworfen. «Nordrhein-Westfalen ist ein schlechter Gastgeber für diese Konferenz», sagte der Grünen-Umweltexperte Johannes Remmel am Dienstag in Düsseldorf. Mit dem Regierungswechsel im Jahr 2005 habe die schwarz-gelbe Koalition den Naturschutz zum «Feindbild erklärt».

In Nordrhein-Westfalen stünden etwa 50 Prozent der Arten auf der Roten Liste der bedrohten Tiere und Pflanzen. CDU und FDP hätten die Förderung von Naturschutzgebieten zusammengestrichen, den Ausverkauf des Waldes betrieben und den umweltschädlichen Flächenverbrauch weiter verschärft, kritisierte Remmel. Zudem sei das Bejagen des laut EU-Recht geschützten Kormorans durch die Regierung erlaubt worden.

Der Grünen-Politiker forderte ein Naturschutzfördergesetz in NRW. «Wir brauchen eine Politikwende zum Schutz der Vielfalt des Lebens», sagte Remmel. Die Landesregierung sollte den umweltschonenden Ökolandbau fördern und nicht auf Massentierhaltung und Agrarindustrie setzen. Außerdem sollten die Kürzungen bei biologischen Stationen rückgängig gemacht werden.

Am 19. Mai beginnt in Bonn eine UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt. Zu der bis 30. Mai dauernden Veranstaltung werden rund 5000 Teilnehmer erwartet. Auf der Konferenz wollen sich Regierungsvertreter auf Maßnahmen zum Schutz der biologischen und ökologischen Vielfalt verständigen. Täglich sterben nach Angaben von Umweltschützern etwa 150 Tier- und Pflanzenarten aus.

(ddp)

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