ddp
Potsdam (ddp). Brandenburg will auch in Zukunft das alleenreichste Bundesland sein. Im vergangenen Jahr wurden daher so viele neue Alleebäume gepflanzt wie seit der Wende nicht mehr. Wie Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) am Dienstag in Potsdam sagte, wurden rund 7000 Alleebäume neu in die Erde gesetzt, während 5000 gefällt werden mussten. Erklärtes Ziel ist es, die 2500 Kilometer Alleen an Bundes- und Landesstraßen dauerhaft zu sichern. Brandenburg ist nach Angaben des Ministers mit 37 Prozent aller Bundes- und Landesstraßen Spitzenreiter bei den Alleen, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 28 Prozent.
Das Kernproblem sei die Überalterung der Baumbestände, sagte Dellmann. In den 30er Jahren seien viele Bäume gepflanzt worden, dann erst wieder ab 1990. Aus diesem Grund seien heute rund 70 Prozent der Alleebäume zwischen 70 und 90 Jahre alt, die durchschnittliche Lebensdauer betrage etwa 80 Jahre.
Allerdings wird das für Alleen typische Zusammenwachsen der Baumwipfel nach Angaben des Ministers künftig weitgehend aus dem Bild verschwinden. «Die Tunnelbildung wird der Ausnahmefall sein», sagte Dellmann. Der Abstand der Bäume zur Straße werde aus Sicherheitsgründen vergrößert. Wurden früher die Alleebäume rund 1,50 Meter von der Fahrbahn entfernt gepflanzt, so sind es heute 4,50 Meter. Da die Bäume für Autofahrer ein erhebliches Risiko darstellten, müsse ein größerer Sicherheitsabstand eingehalten werden. Sehr stark befahrende Straßen würden aus diesem Grund gar nicht mehr bepflanzt, sagte Dellmann.
(ddp)

Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.