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Wieder männliches DSDS-Finale

ddp - Montag, 12. Mai, 07:34 Uhr

Köln (ddp). Die Männer machen den Sieg unter sich aus: Im Halbfinale der RTL-Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) schafften am Samstagabend in Köln erwartungsgemäß Thomas Godoj und Fady Maalouf den Spung in die Endrunde und ließen ihre einzige noch verbliebene weibliche Konkurrentin Linda Teodosiu hinter sich. Damit wird die fünfte Staffel der Show am kommenden Samstag ebenso wie die vorangegangene in einem rein männlichen Duell entschieden. Die letzten drei aus einstmals 30 000 Kandidaten mussten diesmal einen internationalen Charterfolg, ein Lied der Beatles sowie einen Titel singen, dem sie einer bestimmten Person widmen konnten.

Die 16-jährige Linda nutzte diese Gelegenheit, um dem Fernsehpublikum ihre neue Liebe zu präsentieren. Während Godoj und Maalouf ihre Songs in der dritten Runde für ihre Fans und ihre Eltern sangen, widmete sie den Mariah-Carey-Hit «My All» dem Ex-DSDS-Kandidaten Simon Gincberg, der in der ersten Reihe saß. Beide sind seit einigen Wochen ein Paar und demonstrierten das den Zuschauern mit einem innigen Kuss vor laufenden Kameras. Der hatte sogar die sonst nie um Worte verlegene Jury für einen Moment peinlich berührt.

Nach der Bekanntgabe des Zuschauervotings hatten irgendwie alle drei Kandidaten einen Grund zum Strahlen - die beiden Männer ohnehin und Linda, weil sie durch die Show - wie sie selbst sagt - nicht nur erwachsener geworden ist, sondern auch ihre erste große Liebe gefunden hat.

Zu Beginn der Sendung gab es aber erst einmal ein dickes Lob von Jurymitglied Dieter Bohlen ans Publikum. Das habe in den vorangegangenen Mottoshows eine sehr gute Wahl getroffen und mit Godoj einen Rocker, eine 16-jährige Souldiva sowie Schmusekönig Fady Maalouf ins Halbfinale gevotet. Tatsächlich bewiesen die drei Kandidaten auch diesmal wieder, dass sie Gesangstalente sind und es zu Recht so weit geschafft haben. So beeindruckte der «Herzensstreichler» Fady Maalouf, dessen Eltern extra aus dem Libanon angereist waren, vor allem mit seiner Version des Michael-Buble-Hits «Feeling Good». Linda Teodosiu bekam nach ihrer gelungenen Mariah-Carey-Interpretation von Jurymitglied Anja Lukaseder das Kompliment: «Ich bin mit sicher: Aus dir wird eine ganz Große.»

Für das Highlight des Abends sorgte allerdings wieder einmal der allgemein für den Titel favorisierte Thomas Godoj. Mit professionellen Gesten und zahlreichen Showeinlagen rockte er auf der Bühne ab und präsentierte dem Publikum seine ganz eigene, völlig neu arrangierte Version des Beatles-Klassikers «Let it be». Obwohl sich der eher bescheidene 29-Jährige nach wie vor beharrlich weigert, den Satz zu sagen: «Ich will Superstar werden», hielt ihm seine vornehmlich weibliche Fangemeinde die Treue und wählte ihn als Ersten ins Finale.

«Wenn die Leute das möchten, dann werde ich das auf jeden Fall machen», sagte Godoj mit Blick auf den möglichen Sieg. Er war zuvor auch als einziger der drei Konkurrenten von allen Jurymitgliedern einstimmig als Favorit fürs Finale genannt worden. Das letzte Wort hatten die Zuschauer, die das allerdings ähnlich sahen wie die Musik-Profis im Kölner Coloneum.

Das Halbfinale der Casting-Show verfolgten an den Bildschirmen nach RTL-Angaben durchschnittlich 4,31 Millionen Zuschauer ab drei Jahre. Der Marktanteil lag bei 26,1 Prozent, in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 31,3 Prozent

Die Frage, wer Deutschlands Superstar 2008 wird, entscheidet sich zwar erst am kommenden Samstag. Eigentlich aber dürfte die Antwort für die meisten Stammzuschauer der Castingshow spätestens seit dem Halbfinale bereits feststehen.

(ddp)

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