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Tausende beim Pfingstgottesdienst vor der Dresdner Frauenkirche

ddp - Sonntag, 11. Mai, 12:19 Uhr

Dresden (ddp-lsc). Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Sachsens, Jochen Bohl, hat sich beim Open-Air-Pfingstgottesdienst vor der Dresdner Frauenkirche gegen Neid und Missgunst in der Gesellschaft gewandt. «Nicht wenige Menschen führen sich auf, als seien sie ein Unternehmen, das mit anderen im Wettbewerb stehe«, sagte er in seiner Predigt. Der Konkurrenzgedanke sei teilweise so stark ausgeprägt, dass sich bereits Schüler weigerten, anderen zu helfen, um ihre eigenen Chancen nicht zu schmälern. Zu der Freiluft-Messe, die innerhalb des erstmals veranstalteten Jugendfestivals «Eva 2008» stattfand, nahmen den Veranstaltern zufolge etwa 5000 Gläubige teil.

Die Botschaft des Pfingstfestes sei es, anstelle eifersüchtig auf den Erfolg und die Talente der Mitmenschen zu schauen, diese zu würdigen. Wenn sich Menschen nur um sich kümmerten, berge dies auch Gefahren für die ganze Gemeinschaft. Die Frauenkirche sei ein »Mahnmal für den Schrecken, den Menschen über diese Welt bringen können«, fügte Bohl hinzu. Für den Wiederaufbau des Gotteshauses hätten Menschen indes ihre Talente eingebracht, um für Frieden und Versöhnung einzutreten.

Mit der Premiere des Jugendfestes unter dem Motto »Soll ich meines Bruders Hüter sein?» will die evangelische Kirche junge Menschen im Alter zwischen 16 und 28 Jahren für ihre Anliegen begeistern. Bis Pfingstmontag (12. Mai) stehen in und rund um die Frauenkirche noch Veranstaltungen wie Workshops, Bibelarbeiten sowie Konzerte auf dem Festivalprogramm.

(ddp)

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