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KBV gegen Streckung der Honorarreform für Ärzte

ddp - Sonntag, 11. Mai, 13:52 Uhr

Hamburg (ddp). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) weist Forderungen nach einer zeitlichen Streckung der Honorarreform für niedergelassene Ärzte zurück. «Der Vorschlag läuft darauf hinaus, dass die Krankenkassen in Sachsen für höhere Ärztehonorare in Baden-Württemberg zahlen müssten», sagte KBV-Chef Andreas Köhler der Online-Ausgabe der «Financial Times Deutschland». Das könne man innerhalb der Ärzteschaft nicht durchsetzen.

In den neuen Bundesländern lägen die Ärztehonorare derzeit noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, sagte Köhler. Die ostdeutschen Ärzte könnten nicht zugunsten ihrer Kollegen in wohlhabenderen Bundesländern auf dringend notwendige Honorarerhöhungen verzichten.

Dem Blatt zufolge hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) erwogen, die Honorarreform für niedergelassene Ärzte zu strecken, und dafür einen Zeitraum von acht Jahren vorgeschlagen. Davon würden die Ärzte in Baden-Württemberg und Bayern profitieren, deren Honorare höher seien als in den anderen Bundesländern.

Köhler warnte die Politik davor, die Zusage höherer Honorare zu brechen und damit die gesamte Reform zu gefährden. Es gebe ein «politisches Versprechen, die Honorare für ambulante Leistungen zu erhöhen», sagte er und betonte: «Wir brauchen eine klare Regelung, wie viel Geld künftig zur Verfügung steht. Sonst wird das Inkrafttreten der Honorarreform zeitlich gefährdet.»

(ddp)

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