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Jeder dritte Jugendliche betrinkt sich mindestens einmal monatlich

ddp - Sonntag, 11. Mai, 11:14 Uhr

Berlin (ddp). Die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) ist äußerst besorgt über den Alkoholkonsum junger Leute. Nicht nur in großen Städten, sondern auch in ländlichen Gebieten nehme das Trinken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich zu, betonte die SPD-Politikerin in einem Beitrag für den Berliner «Tagesspiegel am Sonntag». Der Anteil der 12- bis 17-Jährigen, die sich mindestens einmal im Monat betrinken, steige weiter an: «Neue Zahlen deuten darauf hin, dass diese Ziffer inzwischen bei über 30 Prozent liegt.» Der jüngst veröffentlichte Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung für 2007 war noch davon ausgegangen, dass dieser Anteil innerhalb von drei Jahren von 20 auf 26 Prozent gewachsen ist.

Bätzing zufolge wird vor allem mehr Bier und Wodka getrunken. Mädchen konsumierten mehr als früher, regelmäßiges Rauschtrinken habe stark zugenommen. Auch habe sich das Trinken, gerade auch in Berlin, «entgrenzt», erläuterte die Drogenbeauftragte. «War Alkoholkonsum bisher auf bestimmte Bereiche beschränkt (Kneipe, Wohnung oder Feste), so ist es inzwischen chic und scheinbar normal, von morgens bis abends mit der Bierflasche in der Hand durch die Stadt zu schlendern», mahnte sie. Zumindest unter den jungen Menschen in Deutschland entwickle sich «allmählich eine britische Trinkkultur».

Diesem Prozess versuche sie, Präventionsmaßnahmen und eine mit den Bundesländern, Verbänden und Bundesministerien abgestimmte Strategie entgegenzustellen, betonte Bätzing. Dieses Nationale Aktionsprogramm Alkoholprävention werde zurzeit im Drogen- und Suchtrat beraten. Mit der Umsetzung solle noch in diesem Jahr begonnen werden.

(ddp)

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