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Dehoga: Einschränkung der Alkoholwerbung «rein aktionistisch»

ddp - Sonntag, 11. Mai, 10:46 Uhr

Berlin (ddp). In der Debatte um den zum Teil exzessiven Alkoholkonsum bei Jugendlichen hat sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) gegen weitere Verbote ausgesprochen. «Die Verantwortung allein auf den Handel und die Gastronomie abzuwälzen, ist nicht zielführend», sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges in Berlin in einem ddp-Interview. «Wir benötigen keine neuen Gesetze, sondern eine konsequentere Kontrolle der bestehenden Vorgaben.» So sei etwa die angekündigte Einschränkung der Alkoholwerbung «rein aktionistisch».

So habe die Sondersteuer für Alcopops lediglich zu einer Veränderung der Trinkgewohnheiten geführt, kritisierte Hartges. Die pro Kopf konsumierte Alkoholmenge bei Jugendlichen sei dennoch gestiegen.

Die meisten Gastronomiebetriebe sind nach Ansicht Hartges mittlerweile für das Problem «sensibilisiert». Die Mehrzahl der Gaststätten halte sich an den Jugendschutz und die bestehenden Abgabeverbote. Mit Blick auf das Problem des «Komasaufens» bei Jugendlichen müsse man im Übrigen «immer im Auge behalten, dass der Konsum in den wenigsten Fällen in unseren Betrieben stattfindet, sondern bei Privatpartys und auf öffentlichen Plätzen». Neben Einzelhandel und Gaststätten seien deshalb auch andere Beteiligte wie Eltern und Schulen gefordert, denn «nur konsequente Aufklärung hilft».

Das im vergangenen Jahr heftig diskutierte Problem der Flatrate-Partys, bei denen Alkohol unbegrenzt zu einem Festpreis ausgeschenkt wird, spielt nach Dehoga-Angaben dagegen kaum noch eine Rolle. In den vergangenen Monaten seien dem Verband keine Beschwerden mehr zu Angeboten dieser Art gemeldet geworden, sagte Hartges.

(ddp)

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