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Düsseldorf (ddp-nrw). Die Lehrergewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat erneut auf Ungereimtheiten beim Zentralabitur in Nordrhein-Westfalen hingewiesen. Aufgrund der für viele Schüler kaum in der vorgegebenen Zeit zu lösenden Abituraufgaben bekämen «hartnäckig nachfragende» Schulen vom Schulministerium Spielräume für eine bessere Benotung eingeräumt, berichtete die stellvertretende GEW-Landeschefin Dorothea Schäfer im ddp-Interview. «Wir erwarten aber eine Anpassung der Bewertungsvorgaben gegenüber allen Schulen.» Bei Lehrern, Eltern und Schüler herrsche oft Verwirrung, weil der «lockere Umgang» mit den Bewertungen an den Schulen als ungerecht empfunden werde.
«Das Problem ist, dass die Erstkorrektur inzwischen abgeschlossen ist und die Klausuren beim Zweitkorrektor liegen. In vielen Fächern erfolgt die Zweitkorrektur extern», sagte Schäfer. Hier müsse ein direkter Kontakt zwischen den korrigierenden Lehrkräften ermöglicht werden, der jedoch ausdrücklich untersagt sei.
Die GEW-Vizechefin forderte die Landesregierung auf, beim nächsten Zentralabitur aus Fehlern zu lernen. «Für 2009 erwarten wir eine gründliche und ehrliche Evaluation des diesjährigen Zentralabiturs», sagte Schäfer. In anderen Bundesländern würden beispielsweise nicht alle Abiturfächer zentral geprüft.
Beim diesjährigen Zentralabitur an den Gymnasien und Gesamtschulen hatte es vor allem im Fach Mathematik große Probleme gegeben. Nach Meinung zahlreicher Lehrer waren Geometrie- und Algebraaufgaben in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht lösbar und für die Schüler mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden.
(ddp)

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