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Berlin (ddp). In seiner neuen Funktion als Arbeitsdirektor der Deutschen Bahn AG wird der ehemalige Chef der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, für die Ausgründung von bis zu 30 Tochtergesellschaften mit rund 9000 Beschäftigten verantwortlich sein und gerät in den Verdacht der Lohndrückerei. «Die Glaubwürdigkeit der gesamten Bahnreform steht auf dem Spiel. Falls Hansen Bescheid wusste, kann er sein neues Amt nicht antreten», sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer (SPD) der «Bild am Sonntag».
Hansen kündigte dagegen auf Anfrage an: «Es wird unter meiner Verantwortung keine Tarifflucht geben.» Im gültigen Tarifvertrag sei vereinbart, «dass die DB AG kein Outsourcing mit dem Ziel der Tarifflucht betreiben darf». Bei der letzten Aufsichtsratssitzung habe er die Zusage erhalten, «dass in den neuen Tochtergesellschaften keine Tarif- und Arbeitsbedingungen eingeführt werden ohne das Einvernehmen mit den Tarifpartnern und Betriebsräten».
Nach Informationen der Zeitung fasste der Vorstand des Konzerns am 12. Februar den Beschluss: «Der Gründung von bis zu 30 Tochtergesellschaften der DB Regio AG wird zugestimmt.» Vorbild für die Ausgründungen soll laut internen Unterlagen der Bahn der Regionalableger «DB Heidekraut GmbH» sein, mit dem der Konzern private Konkurrenten unterbot und die Ausschreibung für den Regionalexpress Aachen-Siegen gewann. Die Heidekrautbahn falle nicht unter den Tarifvertrag der Bahn. In den Gewerkschaftszentralen herrsche darüber Entsetzen.
(ddp)

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