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Riester verdient gut an der Riester-Rente

ddp - Samstag, 10. Mai, 08:17 Uhr

Berlin (ddp). Ein Minimum von 284 000 Euro hat der frühere Arbeitsminister Walter Riester (SPD) in den ersten 29 Monaten dieser Legislaturperiode durch Vorträge zur Werbung für die nach ihm genannte Riester-Rente verdient. Laut Riesters veröffentlichungspflichtigen Angaben zu Nebenverdiensten hat der Politiker allein 35 Vorträge mit einem Honorar der öffentlich deklarierten «Stufe 3» abgehalten, was nach dem Bundestagsschlüssel mehr als 7000 Euro bedeutet, es können aber auch mehr sein. Hinzu kommen Vorträge in den Stufen von 1000 bis 3500 Euro sowie 3500 bis 7000 Euro. Dazu wollte der SPD-Bundestagsabgeordnete auf Nachfrage der Nachrichtenagentur ddp keine präzisen Angaben nennen.

Riesters Auftraggeber sind Finanzberater, die Versicherungswirtschaft, Sparkassen und Volksbanken, welche die Riester-Rente vertreiben. Der Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim sagte der Nachrichtenagentur ddp: «Riester schlachtet sein politisches Kind, die Riester-Rente, immer ungenierter für den eigenen Geldbeutel aus und demonstriert so, wie man ein Staatsamt nachträglich zu Geld macht. Ein Vorbild an öffentlichem Anstand ist das nicht.»

Im Jahr 2007 nahm Riester allein den öffentlichen Bundestagsangaben zufolge minimal 169 000 Euro für Vorträge ein, in den ersten zwei Monaten dieses Jahres waren es laut Bundestagsveröffentlichung mindestens 31 500 Euro.

Bei der Bundestagswahl 2009 will Riester nicht mehr für das Parlament kandidieren. Dies begründete der 64-Jährige dem Nachrichtenmagazin «Focus» gegenüber mit der Erklärung, er sei zwar gern Abgeordneter, er habe aber das Gefühl, dass auch noch andere Aufgaben im Leben auf ihn warteten.

(ddp)

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