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Berlin (ddp-bln). Zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten am 10. Mai sind im Stadtportal berlin.de die vom Nazi-Regime verbotenen Schriften aufgelistet. Das teilte die Senatskanzlei am Freitag mit. Die Bücherverbrennungen fanden in Berlin auf dem heutigen Bebelplatz sowie in 21 weiteren deutschen Städten statt. Die «Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums» enthält mehr als 4500 Einträge. Vielfach ist das gesamte Werk eines Autors oder die gesamte Edition eines Verlages aufgeführt.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) nannte es einen «Zivilisationsbruch ohnegleichen, der sich in den ersten Maitagen des Jahres 1933 vollzog». Besonders bestürzend sei, dass die Bücherverbrennung nicht allein auf organisierten Naziterror , sondern auch auf Initiative radikaler Teile der Studentenschaft zurückging. Die Bücherverbrennung habe mit anderem zusammen zu einem «ungeheuren kulturellen Aderlass für Deutschland» geführt. Wowereit unterstrich, um zu ermessen, wie tief der Einschnitt für Deutschland war, sei die jetzt veröffentlichte Liste ein wichtiges Instrument.
(ddp)

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