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Berlin (ddp). Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat dazu aufgerufen, die Anstrengungen zur Integration ausländischer Mitbürger weiter zu verstärken. Dabei gehe es vor allem um den Spracherwerb der Kinder, der Eltern sowie der nachziehenden Familienmitglieder, sagte Schäuble am Freitag im Bundestag in Berlin. Zu einer gelungenen Integration gehöre aber auch das Bekenntnis zu einer Staatsbürgerschaft. Hier müsse es gerade bei Menschen mit türkischer Herkunft, die mehr als ein Drittel der Ausländer in Deutschland ausmachen, einen Fortschritt bei der doppelten Staatsbürgerschaft geben.
Dem Parlament lag zu der Debatte ein Erfahrungsbericht der Regierung mit Integrationskursen vor. Demnach haben seit der Neuregelung im Zuwanderungsgesetz 2005 insgesamt 248 682 Menschen Integrationskurse besucht; 43 Prozent davon haben diese inzwischen abgeschlossen. Bislang wird das vorgesehene Sprachniveau aber nur von der Hälfte der Kursabsolventen erreicht.
Zugleich legte die Bundesregierung den Migrationsbericht 2006 vor. Danach sind 2006 insgesamt 661 855 Personen nach Deutschland gezogen und damit 6,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Den Zuzügen standen im vergangenen Jahr 639 064 Abwanderungen gegenüber, woraus sich ein Zuwanderungsüberschuss von 22 791 Personen ergibt. Sowohl Hauptherkunftsland der Zuwanderer mit 163 643 Zuzügen als auch Hauptzielland der Abwanderer mit 112 492 registrierten Fortzügen war 2006 Polen.
(ddp)

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