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Hamburg (ddp-nrd). Der Hamburger Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger hat nach einem Medienbericht im Ringen um seine Immobilien einen Teilerfolg errungen. Rieger sei die Wiedereintragung seiner 2006 gelöschten Firma «Wilhelm Tietjen Stiftung für Fertilisation Limited» ins englische Handelsregister gelungen, berichtete der Hörfunksender NDR Info am Freitag in Hamburg. Diese Firma war bis zu ihrer Löschung Eigentümerin des Heisenhofes im niedersächsischen Dörverden und des Schützenhofes im thüringischen Pößneck. In beiden Immobilien will Rieger den Angaben zufolge Schulungen für die Neonazi-Szene abhalten.
Trotz der Wiedereintragung könne Rieger seine Immobilien aber zur Zeit nicht nutzen, hieß es. Im März 2007 sei in Thüringen das Liquidationsverfahren für das Vermögen der Firma eröffnet worden. Seitdem dürfe Rieger die Immobilien nicht betreten. Der Ausgang des Verfahrens sei offen, da es für ein solches Verfahren in Deutschland bisher keine vergleichbaren Fälle gebe. Sicher scheint dem Sender zufolge, dass eine Nutzung des Heisenhofes für Rieger vorerst ausgeschlossen ist.
Der Heisenhof war bis 2003 von der Bundeswehr genutzt worden. Rieger erwarb das Gelände 2004 bei einer Versteigerung für 255 000 Euro für die «Wilhelm Tietjen Stiftung». Seitdem waren immer wieder Neonazi-Kader auf dem Hof aktiv geworden. Niedersachsens Verfassungsschutzchef Günther Heiß sagte dem Sender, die Landesregierung werde alles tun, um Neonazi-Aktivitäten auf dem Heisenhof zu unterbinden.
(ddp)

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