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Spritpreis knackt die Marke von 1,50 Euro

ddp - Freitag, 9. Mai, 17:31 Uhr

München/Berlin (ddp). Pfingstausflüge mit dem Auto werden ein teures Vergnügen. Der steigende Ölpreis trieb die Kraftstoffpreise unmittelbar vor dem langen Wochenende auf neue Höchststände. An einigen Orten mussten Autofahrer am Freitag für den Liter Benzin oder Super erstmals 1,50 Euro zahlen. Gleichzeitig durchbrach der Rohölpreis erstmals die Marke von 126 Dollar pro Barrel (159 Liter). Der ADAC forderte die Bundesregierung zum Eingreifen auf.

Der ADAC errechnete am Freitag einen bundesweiten Durchschnittspreis für Superbenzin von 1,49 Euro pro Liter. Der Dieselpreis stieg auf 1,43 Euro. Nach Recherchen der ddp/Dow Jones Wirtschaftsnachrichten lag der Preis für Super oder Benzin vielerorts gleichermaßen bei 1,499 Euro je Liter, was de facto einem Preis von 1,50 Euro entspricht.

Nachdem der Ölpreis in den vergangenen Tagen immer wieder neue Höchststände markiert hatte, durchbrach der Preis für die Rohölsorte Light Sweet Crude am Freitagnachmittag (MESZ) in New York mit 126,20 Dollar erstmals die Marke von 126 Dollar pro Barrel. Vor allem der Handel mit sogenannten Heizöl-Futures trieb den Handel nach Angaben von Beobachtern an. Die Nachfrage nach Heizöl und anderen Destillaten wie zum Beispiel Diesel sei weiter hoch und stoße auf relativ wenig Angebot. Experten rechnen mit weiteren Höchstständen.

Angesichts immer neuer Rekorde bei den Kraftstoffpreisen fordert der ADAC die Bundesregierung auf, unverzüglich Sofortmaßnahmen zu ergreifen, die die Autofahrer spürbar entlasten. «Der Staat kassiert immer größere Summen an Steuergeldern vom Autofahrer, während Millionen von Menschen längst nicht mehr wissen, wovon sie die nächste Tankrechnung bezahlen sollen», sagte ADAC-Sprecher Ulrich Klaus Becker. Zudem müsse die alte, ab dem ersten Kilometer geltende Entfernungspauschale nicht nur wieder eingeführt, sondern auch erhöht werden. Auch die sofortige Aussetzung der Ökosteuer müsse die Regierung unverzüglich auf die Tagesordnung setzen.

Autofahrern rät der ADAC, an den Tankstellen genau die Preise zu vergleichen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) empfiehlt allen, die über Pfingsten eine Reise mit dem Auto unternehmen wollen sogar, das Auto stehen zu lassen. Angesichts weiter steigender Spritpreise und prognostizierter Staus belaste jede Autofahrt am Pfingstwochenende Portemonnaie und Nerven über Gebühr.

(ddp)

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