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Berlin (ddp). In der Nordsee schwimmt immer mehr Plastikmüll. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor, die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde. Danach stieg der Plastikanteil zwischen 2001 und 2006 im Nordostatlantik um zehn Prozent. Grundlage war Müll, der in einem Pilotprojekt an den Küsten der Nordsee untersucht worden war. Deutschland nahm daran von 2001 bis 2006 teil. Dabei wurden Kontrollstrecken auf Sylt, Scharhörn, Minsener Oog, Juist und bis 2003 auch auf Norderney untersucht.
Als Hauptverursacher für den angespülten Müll an den deutschen Nordseestränden gelten die Schifffahrt, die Fischerei und die Ölförderanlagen auf See. Laut Antwort der Bundesregierung wird zwar angenommen, dass etwa 70 Prozent des Mülls auf den Meeresboden sinkt. Für die Deutsche Bucht habe eine Hochrechnung jedoch «eine schwimmende Müllmenge von etwa acht Millionen Müllteilen pro Jahr» ergeben.
Nach Wissen der Bundesregierung gibt es derzeit allerdings keine einheitliche Erfassung und Auswertung des Müllaufkommens. In dem Pilotprojekt wurde festgestellt, dass der Plastikanteil am Gesamtmüllaufkommen zwischen 2001 und 2006 von 68 auf 78 Prozent zunahm.
(ddp)

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