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Fahrzeugtechnik Dessau soll ab Mai schwarze Zahlen schreiben

ddp - Donnerstag, 8. Mai, 14:38 Uhr

Dessau-Roßlau (ddp-lsa). Die in Insolvenz gegangene Fahrzeugtechnik Dessau AG soll nach dem Willen von Insolvenzverwalter Volkhard Frenzel noch im Mai schwarze Zahlen schreiben. Damit könnten die Gehälter im Juni pünktlich gezahlt werden, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Lothar Schwarz, am Donnerstag am Rande einer Betriebsversammlung in Dessau-Roßlau. Derzeit werde mit Siemens und der russischen Eisenbahn über neue Aufträge verhandelt. Die Auftragsbücher sollen gut gefüllt werden, damit Zeit für die Investorensuche bleibe. Es gebe bereits eine Reihe Anfragen. Von Prestigeprojekten werde sich die Firma zunächst verabschieden.

Wegen der Pleite musste sich das Unternehmen zur Sicherung des laufenden Geschäftsbetriebes von 51 seiner 175 Mitarbeiter trennen, die seit Mai in einer Transfergesellschaft weiterbeschäftigt werden. Mit dieser neunmonatigen Maßnahme sollen betroffene Mitarbeiter in andere Jobs vermittelt oder für neue Aufgaben qualifiziert werden. Die voraussichtlichen Kosten von etwa einer Million Euro teilten sich das Land, die IG Metall und der Insolvenzverwalter.

Der Vorstand der Fahrzeugtechnik Dessau AG hatte am 20. März Insolvenzantrag gestellt. Das 1995 aus dem Waggonbau Dessau hervorgegangene Unternehmen hatte 1999 den Luxuszug «Metropolitan» für die Deutsche Bahn gebaut. Zuletzt hatte es mit dem selbst entwickelten Regionalzug «Protos» für Aufsehen gesorgt. 2006 übernahm die russische Transmashholding die Fahrzeugtechnik. Hohe Kosten im Vergleich zu den Einnahmen hatten zur Zahlungsunfähigkeit geführt.

(ddp)

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