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Höhn kritisiert Gabriels Biospritpläne

ddp - Mittwoch, 7. Mai, 04:45 Uhr

Frankfurt/Main (ddp). Die Pläne von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), den Import von Bioenergie aus Ländern wie Brasilien zuzulassen, wenn deren nachhaltige Erzeugung gewährleistet sei, stoßen bei den Grünen auf Vorbehalte. Gabriel betreibe «Augenwischerei», wenn er verkünde, dass bereits im kommenden Jahr ein solches umweltgerechtes Einfuhrsystem auf die Beine gestellt werden könne, sagte die Grünen-Fraktionsvize im Bundestag, Bärbel Höhn, der «Frankfurter Rundschau» (Mittwochausgabe). Die von Gabriel versprochene Zertifizierung werde «bis zur vollständigen Umsetzung noch mehrere Jahre brauchen und auch dann nicht richtig funktionieren».

Wenn es um einzelne Soja- oder Palmöl-Plantagen gehe, drohe sogar die Gefahr von «Verschiebebahnhöfen», warnte Höhn. Öle für die energetische Nutzung in Europa würden dann zwar nur auf unbedenklichen Flächen angebaut. «Für Sojaöl, das nach China oder als Lebensmittel nach Europa geht, würde aber weiter fleißig Regenwald gerodet», befürchtet die Grünen-Politikerin. Sie wirft Gabriel vor, «fröhlich Werbung zu machen für große Mineralölkonzerne, die immer mehr Soja- und Palmöl aus Brasilien und Indonesien kaufen».

ddp.djn/mar

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