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Paris (ddp). Der zweite Testsatellit für das geplante europäische Weltraumnavigationssystem «Galileo» hat am Mittwoch seine ersten Signale zur Erde geschickt. «Giove-B», der am 27. April vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) gestartet worden war, habe erstmals ein vom GPS- und vom «Galileo»-System gemeinsam genutztes Signal ausgesandt, teilte die Europäische Weltraumorganisation ESA in Paris mit. Dabei werde ein mit dem Kürzel MBOC (Multiplexed Binary Offset Carrier) bezeichnetes Modulationsverfahren verwendet.
Auf dieses besondere, optimierte Verfahren hatten sich die EU und die USA für ihre beiden Navigationssysteme - «Galileo» und das künftige GPS III - im Juli 2007 vertraglich festgelegt, heißt es weiter bei der ESA. Die mit einer hochstabilen Atomuhr synchronisierten «Giove-B»-Signale böten eine höhere Genauigkeit, wenn der Empfang durch Mehrwegeübertragung, Interferenzen oder das Navigieren innerhalb von Gebäuden erschwert werde. Das Signal vom Mittwoch sei der Beweis dafür, dass Galileo und GPS tatsächlich aufeinander abgestimmt und verbundfähig seien.
Das «Galileo»-System soll 2013 in Dienst gestellt werden. Es besteht aus 30 Satelliten, die die Erde auf drei unterschiedlichen Bahnen in über 23 000 Kilometern Höhe umkreisen.
(ddp)

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