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Farschweiler (ddp-rps). Vier ausgebüxte Kängurus haben am Dienstag im Hunsrück für große Aufregung gesorgt. Die Tiere waren am Montagabend aus einem Privatgehege eines Restaurants in Farschweiler (Kreis Trier-Saarburg) ausgerissen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Eines der Tiere, ein Männchen, kehrte noch am Abend wieder ins Gehege zurück. Ein weiteres Tier konnte am Dienstagmittag durch die Besitzer eingefangen werden. Das hochträchtige Weibchen wurde von einem Tierarzt betäubt und zurück ins Gehege gebracht. Zwei Jungtiere wollten allerdings bis zum frühen Abend nicht nach Hause zurückkehren.
Bis zur Dunkelheit wollten die Besitzer, die eine australische Erlebnisgastronomie betreiben, noch weiter suchen. «Zeitweise waren wir mit bis zu 20 Mann unterwegs», berichtet die Pächterin der Gaststätte und Besitzerin der Kängurus, Claudia Patzschke. Vermutlich hielten sich die beiden ein und zwei Jahre alten Jungtiere in einem Waldgebiet entlang der B 52 zwischen dem Forsthaus Sternfeld und Reinsfeld auf.
Dass die Jungtiere wie ihr Vater von allein ins Gehege zurückkehren werden, glaubt Patzschke nicht. «Denen geht´s gut da draußen. Zum Fressen finden die jede Menge Wurzeln und Blätter», sagte sie. Eine großangelegte Suche zusammen mit einem Tierarzt, der die Tiere betäubt, könne aber vorrausichtlich erst wieder am Donnerstag aufgenommen werden. Einen Förster wolle man nicht unbedingt auf die Tiere loslassen. «Dessen Hunde wären darauf abgerichtet, die Kängurus zu töten», sagte Patzschke.
Die Tiere konnten vermutlich aus dem Gehege entkommen, weil das Gatter des offen stand. Es werde derzeit geprüft, wer dafür verantwortlich sei, sagte Patzschke. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir das selbst vergessen haben.»
Die Besitzer hoffen nun, dass irgendjemand die noch flüchtigen Kängurus sieht und sie informiert. «Es ist allerdings sehr schwer sie zu fangen, da sie sehr schnell sind», sagte Patzschke. Die Polizei bittet auch alle Autofahrer, die Augen offen zu halten und vorsichtig zu sein, «wenn etwas über die Straße hüpft», sagte ein Polizeisprecher.
Bei den vier Tieren handelt es sich um sogenannte Wallabys. Diese Känguruart ist nur etwa doppelt so groß wie ein Hase und gilt als sehr scheu. Neben den Kängurus sind auch zwei Emus in dem Gehege untergebracht. Sie flüchteten allerdings nicht.
(ddp)

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