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Berlin (ddp). Der Historiker Hans-Georg Golz lehnt eine historisch-kritische Ausgabe von Adolf Hitlers Buch «Mein Kampf» ab. Er könne nicht erkennen, worin der tiefere Sinn einer solchen Ausgabe bestehe, sagte der Fachbereichsleiter für Printmedien der Bundeszentrale für politische Bildung am Dienstag im Deutschlandradio Kultur. «Will man nachweisen, dass Adolf Hitler nicht Herr seiner Sinne war, als er das geschrieben hat? Will man die Geschichte des Antisemitismus in den Fußnoten belegen oder debattieren?»
Einige Historiker hatten eine historisch-kritische Ausgabe von «Mein Kampf» vor dem Ende der Urheberrechte im Jahr 2015 gefordert. Bis dahin ist eine Publikation des Buches, dessen Urheber-und Verwertungsrechte beim Freistaat Bayern liegen, nicht gestattet.
Golz sagte, die Bundeszentrale für politische Bildung verfüge bereits über viele Publikationen zum Nationalsozialismus, so dass man «einen Originaltext des führenden Nazis» nicht verlegen werde. Er räumte jedoch ein, eine wissenschaftliche Ausgabe von «Mein Kampf» könne dazu beitragen, den Text zu entmystifizieren.
(ddp)

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