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Vollzeit-Vereinbarung für Grundschullehrer unterzeichnet

ddp - Dienstag, 6. Mai, 16:16 Uhr

Dresden (ddp-lsc). Sachsens Grundschullehrer kehren in den kommenden Jahren schrittweise zur Vollzeitbeschäftigung zurück. Nach mehreren Verhandlungsrunden bis Mitte April unterzeichneten Vertreter von Regierung und Lehrerverbänden am Dienstag eine entsprechende Vereinbarung, teilte das Kultusministerium in Dresden mit. In den Regionen Zwickau, Chemnitz, Leipzig und Dresden könnten spätestens am 1. August 2011 alle Grundschullehrer, die es wünschten, Vollzeit arbeiten. In Bautzen werde dies für ein Jahr später garantiert.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hob hervor, dass bislang der Arbeitgeber die Arbeitszeit nach Bedarf jährlich erhöhen konnte. Mit der neuen Vereinbarung sei diese «einseitige Aufstockungspraxis» mit Beginn des nächsten Schuljahres beendet.

Nach Angaben des Kultusministeriums sind von der Neuregelung 6926 Grundschullehrerstellen betroffen, die sich in Sachsen insgesamt 8853 Pädagogen teilen. Im Freistaat lernen derzeit rund 112 000 Grundschüler an 781 öffentlichen Einrichtungen.

Die Arbeitszeit der Grundschullehrer war Ministeriumsangaben zufolge zuletzt 1997 reduziert worden, um Kündigungen zu vermeiden. Bereits seit 1992 habe ein Großteil der Pädagogen Teilzeit gearbeitet.

(ddp)

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