ddp
Hannover (ddp-nrd). Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) hat Kritik der Opposition an der Verwendung der Studienbeiträge zurückgewiesen. Die Hochschulen setzten die Einnahmen aus Studienbeiträgen «verantwortungsvoll» für die Verbesserung der Studienbedingungen und der Qualität der Lehre ein, sagte Stratmann am Dienstag in Hannover. «Wer etwas anderes behauptet, hat sich nicht die Mühe gemacht, sich zu informieren.» Auf den Internetseiten der Hochschulen fänden sich ausführliche Darstellungen über die Verwendung der Studienbeiträge.
Die Mittel aus Studienbeiträgen stünden den Hochschulen als echte Mehreinnahmen zur Verfügung, betonte der Minister. Die Studentenvertretungen wirkten bei den Planungen und Vorschlägen zur Verwendung der Beiträge an den Hochschulen mit. Stratmann kündigte für die nächsten Tage eine aktualisierte Zusammenstellung über die Verwendung der Studienbeiträge auf der Ministeriums-Webseite an.
Zuvor hatten die Grünen gefordert, die Verwendung der Studiengebühren offenzulegen. Die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Gabriele Heinen-Kljajic, verwies auf Presseberichte, wonach das Geld in Bereiche wandere, von denen die Studenten nicht profitierten oder die ausdrücklich in der Zuständigkeit der Länder lägen.
Es müsse Klarheit darüber bestehen, wo die Gebühren landeten, betonte sie. Die für 2010 geplante Evaluation komme viel zu spät. Sie unterstrich, dass die Gebühren als Drittmittel für die Lehre und ausdrücklich für die Verbesserung der Studienbedingungen vorgesehen seien.
(ddp)

Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.