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Hassenhausen (ddp-lsa). Künftig werden Besucher der Gedenkstätte Hassenhausen alte Kirchenbücher vom Ende des 18. Jahrhunderts nur noch als Kopie sehen. Die alten Exemplare würden gegenwärtig aufwendig reproduziert, um die wertvollen Originale zu schonen und sicher aufbewahren zu können, sagte der Vorsitzende des Vereins Hassenhausen 1806, Ulrich Huppenbauer. Anlass für das Projekt ist die Ausstellung «König Lustik», die bis zum 29. Juni in Kassel gezeigt wird.
Die Kirchenbücher wurden 1806 nach der Schlacht von Auerstedt im Lazarett verwendet, das sich im Pfarrhaus und der Kirche des Ortes befand. Sie dienten zum Schienen verletzter Knochen. Die Kämpfe zwischen preußischen und napoleonischen Truppen fanden unmittelbar in und um Hassenhausen statt. Damals fielen rund 15 000 Soldaten in etwa sechs Stunden. Mit dem Sieg der Franzosen über eine preußische Übermacht wurde für sie der Weg nach Berlin frei.
(ddp)

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