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Hannover (ddp-nrd). Das Land Niedersachsen und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wollen mehr ausländischen Jugendlichen zu einem Schulabschluss verhelfen. «Unser Modellprojekt setzt in der problematischen Übergangsphase von der Schule zum Beruf an», sagte Integrationsminister Uwe Schünemann (CDU) bei der Vorstellung der Pläne am Montag in Hannover. Es ziele auf eine besondere Förderung der Migranten bereits eineinhalb Jahre vor dem Abschluss.
Im Jahr 2006 seien 25 Prozent der ausländischen Schüler ohne Abschluss geblieben, sagte Schünemann. Diese Jugendlichen hätten kaum Berufschancen und könnten sich deshalb ihren Lebensunterhalt nicht selbst verdienen. Ein Absturz in die Kriminalität sei eine mögliche Folge.
Kernpunkt des Projekts, das im Herbst 2008 an sieben Standorten starten soll, ist die Sprachförderung. In Kursen mit maximal 15 Teilnehmern können die Schüler an einem zusätzlichen Deutschunterricht teilnehmen. «Der Unterricht soll vierstündig sein und einen starken Praxisbezug haben», sagte BAMF-Präsident Albert Schmid. Hierfür stünden ausreichend Lehrkräfte zur Verfügung.
Das Land Niedersachsen ist innerhalb des Projekts für Veranstaltungen zur Berufsorientierung, für Bewerbungscoaching und die Vermittlung von Berufspraktika zuständig. Hierzu bediene man sich des bestehenden Netzwerkes unter anderem aus Mitarbeitern der Agentur für Arbeit, sagte Schünemann.
Das Projekt soll laut Schünemann rund 100 000 Euro kosten, die je zur Hälfte von Bund und Land bezahlt werden. Die Standorte, die an dem Projekt teilnehmen, werden noch vor der Sommerpause bekanntgegeben. Nach zwei Jahren findet eine Evaluierung statt. Bei erfolgreicher Bewertung sei eine Ausweitung auf ganz Niedersachsen denkbar, sagte Schünemann.
(ddp)

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