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NASA: Raumanzug des ISS-Chefs defekt

ddp - Sonntag, 4. Mai, 13:23 Uhr

Berlin/Jouston (ddp). Der Raumanzug des russischen Kommandanten der Internationalen Raumstation ISS, Sergej Wolkow, ist defekt. Wegen eines Schadens am Reißverschluss müsse er ausgetauscht werden, meldete die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA am Sonntag auf ihrer Homepage. Der Ersatzanzug werde mit einem «Progress»-Frachter zur Station gebracht. Ob das bereits beim nächsten Versorgungsflug Mitte Mai geschehen soll, wurde nicht mitgeteilt.

Die zehn Kilogramm schweren und maßgeschneiderten Raumanzüge werden von den Besatzungen der russischen «Sojus»-Raumschiffe beim Start, bei der Kopplung an die ISS, bei der Landung oder im Fall einer Enthermetisierung der Kapsel getragen. Der «Rettungsskaphander Sokol KW-2», wie er offiziell heißt, ist seit 1980 im Einsatz. Er besteht aus einer äußeren textilen Schutzhülle, einer zweiten, luftdichten Schicht aus Gummi und einem nicht abnehmbaren Helm mit Klappvisier. Der Anzug wird an das Lebenserhaltungssystem des Raumschiffes angeschlossen. Für Ausstiege in den freien Raum haben die Russen den speziellen Raumanzug «Orlan-M», der rund 112 Kilogramm wiegt und über ein autonomes Lebenserhaltungssystem verfügt.

Wie die NASA weiter berichtete, ist die für den 6. Mai geplante Umkopplung des Raumschiffes «Sojus TMA-12» vom russischen «Pirs»- an das «Sarja»-Modul auf Ende August/Anfang September verschoben worden. Mit dem Raumschiff waren Wolkow und sein Landsmann Oleg Kononenko am 10. April zur ISS gekommen. Mit der Verschiebung reagiere man auf die ungesteuerte Landung des Vorgängerraumschiffs «Sojus TMA-11» am 19. April, deren Ursache derzeit untersucht wird. Nach NASA-Angaben besteht aber kein Grund, an der Zuverlässigkeit von «Sojus TMA-12» zu zweifeln, das Wolkow, Konenenko und ihrem US-Kollegen Garrett Reisman als 17. ISS-Stammbesatzung als «Rettungsboot» dient.

(ddp)

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