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München (ddp-bln). Mit einer neuen Sonderförderung für die Universitäten in Ostdeutschland will Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) einem Medienbericht zufolge junge Menschen in den neuen Ländern halten. Dem Nachrichtenmagazin «Focus» sagte die Ministerin: «Es spricht einiges dafür, dass Ostdeutschland hier noch besondere Verstärkung braucht.» Vorgestellt werden soll das Millionenprogramm «Spitzenforschung und Innovation in den neuen Ländern» am Montag (5. Mai).
Für sechs Pilotprojekte - jeweils eines in jedem ostdeutschen Bundesland - stelle Schavans Ministerium 45 Millionen Euro bereit. Zusammen mit dem Geld für eine zweite Auswahlrunde würden es in fünf Jahren insgesamt 245 Millionen Euro sein. Bei der Exzellenzinitiative und der Auswahl von Elite-Universitäten hatten Hochschulen und Forschungsinstitute in Ostdeutschland schlecht abgeschnitten. Schavan unterstrich, nur mit einem zusätzlichen finanziellen Schub könnten die Ostländer wirtschaftlich eigenständig werden: «Nur so entstehen hoch qualifizierte Arbeitsplätze.» Und nur so könne man junge Leute halten.
Berlin bekommt eines von sechs Projekten, wie der «Tagesspiegel» (Montagausgabe) berichtet. Danach sollen das Max-Delbrück-Centrum in Berlin-Buch und die Charité den Zuschlag für ein gemeinsames Vorhaben in der Biomedizin erhalten. In Brandenburg sollen ein Vorhaben des Geo-Forschungszentrums Potsdam und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus gefördert werden, in dem die Energiegewinnung aus Erdwärme untersucht wird.
Neben Brandenburg und Berlin sollen der Zeitung zufolge auch Greifswald (Plasmamedizin), Jena/Ilmenau/Erfurt (Optik), Dresden (Wasserforschung) und Magdeburg (Softwareforschung) ausgezeichnet werden.
(ddp)

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