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Köhler würdigt Aktion Sühnezeichen als Werk der Versöhnung

ddp - Freitag, 2. Mai, 09:53 Uhr

Berlin (ddp). Bundespräsident Horst Köhler hat die Aktion Sühnezeichen als Werk der Versöhnung und des Friedens hervorgehoben. «Was als Programm der Sühne und mit der Bitte um Versöhnung begann, ist inzwischen zur internationalen Friedensarbeit geworden», sagte Köhler am Freitag in Berlin bei der Festveranstaltung zum 50. Jahrestag der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste (ASF). «Wirkliche Versöhnung kann nur stattfinden, wenn sich Menschen in die Augen sehen, und sie muss in ganz konkreten Zeichen sichtbar werden", betonte Köhler.

Gemeinsames Handeln baue die verlässlichste Brücke, die zu Frieden und Versöhnung führen könne, würdigte der Bundespräsident die freiwilligen Aufbaudienste. Die ersten Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen hätten sich ganz buchstäblich an Aufbau-Projekten beteiligt, beim Bau von Kindergärten, Kirchen und Synagogen. «Aber wichtiger war und ist das, was nicht sichtbar und schwer messbar ist: das Werk der Versöhnung und des wachsenden Friedens», sagte Köhler. Friede sei «kein Zustand, der einmal erreicht ist, sondern ein immer währender Prozess, in den sich die Menschen guten Willens begeben.» Köhler erinnerte daran, dass trotz der Teilung Deutschlands die Friedensinitiative «an der gemeinsamen Sache und an der gemeinsamen Idee» festhielt.

Die ASF wurde am 30. April 1958 auf der Synode der Evangelischen Kirche in Berlin-Spandau gegründet. Junge Deutsche sollten in die Länder gehen, die besonders unter dem Nationalsozialismus gelitten haben und durch gemeinnützige Projekte einen Prozess der Versöhnung in Gang bringen. 1959 nahm die ASF mit Aktionen in den Niederlanden und in Norwegen die Arbeit auf. Später kamen Aktionen in Frankreich, Jugoslawien, Großbritannien und 1961 in Israel hinzu. Heute sind jährlich etwa 500 Teilnehmer in 13 Ländern im Rahmen des ASF tätig.

(ddp)

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