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Greenpeace und Imker wollen Anbaustopp für Genmais durchsetzen

ddp - Freitag, 2. Mai, 13:12 Uhr

Hamburg/Braunschweig (ddp-nrd). Mit einem Eilantrag beim Braunschweiger Verwaltungsgericht wollen Greenpeace und Imker den Anbau von Genmais MON810 stoppen. Der Anbau des Genmaises sei in anderen europäischen Ländern «wegen der ungeklärten Umweltrisiken verboten», sagt Greenpeace-Gentechnik-Expertin Barbara Kamradt am Freitag in Hamburg. Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU), der den Weg für den Genmais in Deutschland geebnet habe, sei der Schutz der Umwelt offensichtlich weniger wichtig. Jetzt müssten die Gerichte tätig werden, um die Umwelt vor Schaden zu bewahren, sagte Kamradt.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hatte im Dezember 2007 trotz vorherigen Verbots den Handel mit dem Saatgut des Genmaises wieder zugelassen. Daher können Landwirte den umstrittenen Mais derzeit aussäen. MON810 bildet durch eine Genmanipulation ein Gift, das einen Maisschädling bekämpfen soll. Es stellt den Greenpeace-Angaben zufolge allerdings auch eine Gefahr für andere Organismen, darunter Honigbienen dar.

(ddp)

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