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Münster (ddp-nrw). Sechseinhalb Jahre nach dem spektakulären Raub von 18 Paletten Handys im Wert von rund 1,8 Millionen Euro ist der letzte der insgesamt fünf Täter zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Münster befand den 44-jährigen Angeklagten am Mittwoch des versuchten schweren Raubes und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig. Der aus Algerien stammende Mann hatte bis zuletzt seine Tatbeteiligung bestritten. Ein bereits verurteilter Landsmann des Angeklagten hatte den 44-Jährigen der Mittäterschaft bezichtigt.
Die fünf Männer hatten im Jahr 2001 kurz vor Weihnachten aus dem Lager einer Logistikfirma in Ennigerloh einen Lastwagen mit 18 Paletten Handys entwendet. Zuvor hatten die mit Sturmhauben maskierten Täter einen Wachmann mit einer Waffe niedergeschlagen, ihn gefesselt und bei niedrigen Temperaturen in den Kofferraum seines Pkw gesperrt. Der 52 Jahre alte Wachmann konnte sich selbst befreien, er war schon stark unterkühlt. Kurze Zeit danach wurden drei Täter festgenommen. Ein vierter Beteiligter aus Münster konnte fliehen, ging der Polizei aber später ins Netz. Diese vier Täter wurden zu Freiheitsstrafen von drei bis fünfeinhalb Jahren verurteilt.
(ddp)

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