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Urteil elf Jahre nach Raub

ddp - Donnerstag, 27. März, 14:23 Uhr

Berlin (ddp-bln). Mehr als elf Jahre nach dem Überfall auf einen Rentner ist am Donnerstag ein heute 37-jähriger Mann vom Berliner Landgericht zu einer Gesamtstrafe von siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Rumäne wurde des schweren Raubes schuldig gesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der gelernte Schweißer im September 1996 gemeinsam mit einem Komplizen den damals 67-jährigen Mann in seiner Wohnung in Tiergarten misshandelt und beraubt hatte.

Der Rentner war mit einem Rasiermesser bedroht, geknebelt sowie an Händen und Füßen an das Bett gefesselt und zur Preisgabe der Geheimnummer seiner EC-Karte erpresst worden. Mit umgerechnet 700 Euro Bargeld und Schmuck im Wert von 23 000 Euro, darunter Erbstücke, flüchteten die Täter. Das Opfer hatte sich erst Stunden später von den Fesseln befreien können. Durch eine am Tatort gefundene Zigarettenkippe konnte der Mann Jahre später als Täter überführt werden.

Der 37-Jähriger ist einschlägig vorbestraft und verbüßt derzeit eine Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren. Die Strafe wurde in das Urteil mit einbezogen. Im Prozess gestand der Angeklagte die Tat. Das Gericht glaubte seiner Schilderung, wonach er und sein Begleiter am Bahnhof Zoo von dem homosexuellen Rentner angesprochen und in dessen Wohnung eingeladen worden waren, um bei ihm zu übernachten. Als das Licht zum Schlafengehen gelöscht wurde, seien sie «spontan übereingekommen, die günstige Gelegenheit auszunutzen und das Opfer zu berauben», hieß es im Urteil.

(ddp)

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