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Berlin (ddp). Im kommenden Sommer könnten Mückenschutzprodukte besonders gefragt sein. «Die milden Temperaturen im zurückliegenden Winter waren recht positiv für die Population von Insekten und Schädlingen», sagte Julian Heiermann, Forstexperte vom Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Nachrichtenagentur ddp. Die Sterblichkeitsrate der Tiere sei bei milden Temperaturen geringer.
Ein milder Winter könne etwa Mücken jedoch schwächen. «Bei Kälte verfallen sie in eine Winterstarre und fahren ihren Stoffwechsel herunter», erklärte Heiermann. Wenn der Winter wärmer sei, verbrauchten die Insekten ihre Energiereserven hingegen und starteten geschwächt ins Frühjahr. Sie könnten sich aber dennoch fortpflanzen, wenn die Wetterbedingungen mitspielten.
Auch die Anfangspopulation der Zecken sei in diesem Frühjahr ungewöhnlich hoch. Zwar könne noch nicht von einer bevorstehenden Plage gesprochen werden, die Tiere seien aber schon sehr aktiv und in ihrer Fortpflanzung nicht von der Witterung des Frühjahrs abhängig.
Die aktuell niedrigen Temperaturen würden die Populationen nicht schwächen: «Die Insekten können sich hervorragend an die Umweltbedingungen anpassen», sagte Heiermann. Bei frostigen Temperaturen verfielen sie wieder in ihre Kältestarre und könnten bei sonnigem Wetter «von heute auf morgen aktiv» werden.
(ddp)

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