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Zum Tode verurteilt wegen Hexerei

Mi 25.Nov. 15:13

Er tat, was ein Fernsehsprecher eben tut und wurde wegen Hexerei zum Tode verurteilt. Ali Sibat wurde im November letzten Jahres in Saudi Arabien verhaftet, weil er als Sprecher im libanesischen Fernsehen Dinge sagte, die der Religionspolizei missfielen. Die Begründung des Gerichts: Ali Sibat gab generelle Ratschläge über das Leben und machte Zukunftsvorhersagen, die als Hexerei bezeichnet werden können. Das Urteil des Gerichts: Todesstrafe. 

Steinigung von Ehebrechern oder Hexenverfolgung: Wo die Scharia, das islamische Recht gilt, regiert das Mittelalter. 

"Die Saudi-Arabischen-Gerichte rechtfertigen ihre Hexenjagd mit religiösen Motiven," berichtet Sarah Leah Whitson, Direktorin bei Human Rights Watch für den mittleren Osten. Noch immer führten saudi-arabische Richter Prozesse wegen nicht beweisbarer Verbrechen wie "Hexerei" - das unterstreiche die Unfähigkeit, objektive strafrechtliche Ermittlungen durchzuführen.

Ali Sibat's Vertreidiger sagten aus, dass ihm ein Anwalt in dem Prozess nicht bewilligt wurde und er zu einem Geständnis gezwungen wurde. Ali Sibat ist nicht das einzige Opfer der arabischen Hexenjagd. Allein im vergangenen Monat wurden zwei Männer des Vergehens angeklagt. Ein Angeklagter habe angeblich ein Buch über Hexerei ins Land geschmuggelt. Ein weiterer soll durch übersinnliche Kräfte Eheprobleme lösen und Menschen dazu bringen, sich zu verlieben.

Im letzten Jahr sorgte der Fall von Fawza F. für Aufsehen, die zum Tode verurteilt wurde, weil sie angeblich durch ihre Hexerei die Impotenz eines Mannes hervorgerufen habe. Weder die Religionspolizei, noch die Richter haben ihre eine Chance gegeben, ihre Unschuld zu beweisen. Religionspolizisten hatten die Angeklagte 35 Tage lang verhört und geschlagen. Schließlich gestand sie die Anschuldigungen und wurde zum Tode verurteilt.



 

Kommentare1 - 30 von 827

  1. Was soll einem dazu schon einfallen -herzliche Grüße aus dem Mittelalter - "die spinnen die Saudis!"

    yvonne_pf Gepostet von yvonne_pf on Mi 25.Nov. 15:27

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  2. einmauern und abschreiben. haben in der modernen welt nix verloren.

    yvonne_jankowsky Gepostet von yvonne_jankowsky on Mi 25.Nov. 15:38

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  3. Dazu fällt einen nun gar nichts mehr ein...wen denen etwas nicht in den Kragen passt muss der Glaube herhalten... wie praktisch für die so alles zu vertuschen....

    gela_sacvts Gepostet von gela_sacvts on Mi 25.Nov. 15:43

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  4. Da kann man ja mal wieder sehen wie entfernt manche arabische, und Länder die ihre islamische Religion nicht von der Politik trennen im Namen Ihrer Religion Menschenrechte mit Füßen treten. Und die restliche Welt schaut einfach zu und lässt sie gewähren. Wird es immer noch so sein wenn da das Öl knapp wird und die Petroldollar?

    williman3 Gepostet von williman3 on Mi 25.Nov. 16:10

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  5. Religionspolizei? Religionsjustiz? Ist das wahr? - Wenn ja, solche religiös begründeten Rechtsfälle in anderen, außereuropäischen Ländern erfordert dann die internationale "Einmischung in die inneren Angelegenheiten" eines Landes. Und zwar der UNO (!) und Menschenrechtsorganisationen wie ai. - Das ist nicht hinnehmbar im 21. Jahrhundert! - Das erfordert eine internationale Diskussion über die menschenrechtlichen Inhalte der Weltrelgionen!

    gerdafuerch Gepostet von gerdafuerch on Mi 25.Nov. 16:12

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  6. Religionspolizei? Religionsjustiz? Ist das wahr? - Wenn ja, solche religiös begründeten Rechtsfälle in anderen, außereuropäischen Ländern erfordert dann die internationale "Einmischung in die inneren Angelegenheiten" eines Landes. Und zwar der UNO (!) und Menschenrechtsorganisationen wie ai. - Das ist nicht hinnehmbar im 21. Jahrhundert! - Das erfordert eine internationale Diskussion über die menschenrechtlichen Inhalte der Weltrelgionen!

    gerdafuerch Gepostet von gerdafuerch on Mi 25.Nov. 16:12

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  7. Im allg.sind Moslems wie auch einige christliche Absplitterungen komplett irrsinnig,erst recht in unserer heutigen Zeit,Es sollte jedem selbst überlassen werden wie und an was er Glaubt und wie er lebt-ohne das andere dadurch geschädigt werden-dies sollte doch wohl hinhauen oder?

    radiodfm Gepostet von radiodfm on Mi 25.Nov. 16:32

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  8. Ist das der Frankfurter Messeturm ?????

    Sehr witzig

    bikoko@rocketmail.com Gepostet von bikoko@rocketmail.com on Mi 25.Nov. 16:44

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  9. Da fallen mir nur zwei Zitate von Homer Simsons ein. 1."Gott schütze die Heiden", 2. "Ich bin so klug k.l.u.k. ...äh g."

    t2422de Gepostet von t2422de on Mi 25.Nov. 16:51

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  10. Ob Frau Merkel die Saudis auch so für die Verletzung der Menschenrechte ausschimpft wie die Chinesen? Das wird wahrscheinlich nicht der Fall sein, denn die Saudis verfügen ja über Öl ....

    hl_de Gepostet von hl_de on Mi 25.Nov. 16:54

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  11. Warum lässt man die nicht einfach in Ruhe vor sich hingammeln? Ne, stattdessen wird versucht denen irgendwelche westlichen Vorstellungen und Werte zu vermitteln? Wozu? Vergeudung von Zeit und Geld. Sollen sie aus ihrem Mittelalter seltbst rauskommen. Europa hat es auch geschafft. Irgendwann, wenn bei denen der Geist der Aufklärung und die Erkenntnis, dass jeder Mensch seinen eigenen Verstand benutzen kann und soll, endlich mal durchsickert, dann kann die übrige Wekt mit denen auch normal handeln etc. Bis dahin: sollen die selbst schauen, wie sie da rauskommen. Je mehr man versucht jemanden etw aufzudrücken, desto weniger wird es angenommen.

    blauerninja Gepostet von blauerninja on Mi 25.Nov. 16:56

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  12. mein liebe mann,ich bin selbst shiiten moslen,diesem verdammten wahabiten machen was sie wollen und schieben alles auf islam und relegion.das kann nicht sein, das sind nur menschen mit das nur scheiße bauen und sagen sie das ist relegionnnnnnnnn.das ist hart

    nazir_dai Gepostet von nazir_dai on Mi 25.Nov. 17:03

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  13. ich hoffe, die mayas haben recht und die welt bricht im jahr 2012 auseinander. wie verbohrt, primitiv und weltfremd kann man sein, das so etwas noch geschied. als nächstes sind die ärzte dran, weil sie heilen können. schwachsinn ich lasse grüssen

    herbertpetersen Gepostet von herbertpetersen on Mi 25.Nov. 17:04

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  14. Solch ein irrsiniges Gemetzel gab es hier ja auch schon. Allerdings ist dies schon mindestens 200 Jahre her. Es wiegt deswegen aber nicht weniger schwer, denn es wurde immerhin über einen Zeitraum von 600 Jahren von der katholischen Kirche praktiziert. Die Erben dieser Greultaten, die heute verantwortlichen Würdenträger der katholischen Kirche bekennen sich bis zum heutigen Tag leider nicht zu dieser Schuld. Traurig, dass nun in einem anderen Teil der Welt religiöse Führer ihr saddistisches coming out haben und sich somit die Geschichte wiederholt.

    marcustop2005 Gepostet von marcustop2005 on Mi 25.Nov. 17:12

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  15. vielleicht ist das ein grund, das unsere forscher schneller einen anderen kraftstoff oder antrieb für unsere autos herstellen, damit die ihr öl saufen müssen, um zu überleben. die politik sollte entsprechende mittel zur verfügung stellen und nicht wieder die diäten erhöhen.

    herbertpetersen Gepostet von herbertpetersen on Mi 25.Nov. 17:13

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  16. Solch ein irrsiniges Gemetzel gab es hier ja auch schon. Allerdings ist dies schon mindestens 200 Jahre her. Es wiegt deswegen aber nicht weniger schwer, denn es wurde immerhin über einen Zeitraum von 600 Jahren von der katholischen Kirche praktiziert. Die Erben dieser Greultaten, die heute verantwortlichen Würdenträger der katholischen Kirche bekennen sich bis zum heutigen Tag leider nicht zu dieser Schuld. Traurig, dass nun in einem anderen Teil der Welt religiöse Führer ihr saddistisches coming out haben und sich somit die Geschichte wiederholt.

    marcustop2005 Gepostet von marcustop2005 on Mi 25.Nov. 17:13

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  17. Unsere liebe katholische Kirche hat es im Mittelalter noch viel schlimmer getrieben und gleichzeitig bestand im persischen Raum eine Hochkultur, die von Toleranz und dem nebeneinander verschiedener Religionsgruppen getragen war. Übrigens die katholische Kirche betreibt heute noch Teufelsaustreibungen - zeigt mir 2 Länder in denen heute nicht gefoltert, gequält und im Namen irgendeiner Ideologie getötet wird. (Deutschland machts halt offiziell im Ausland zur "Selbstverteidigung";)! Hauptsache "wir" sind die Guten und Gerechten!!!

    fincaranda Gepostet von fincaranda on Mi 25.Nov. 17:32

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  18. @ 19: Ich bin zwar kein Katholik, aber möchte aus Gründen der historischen Exaktheit noch einmal feststellen, dass die protestantische Hexenverfolgung ein Vielfaches der Todesopfer von der katholischen Inquisition gekostet hat. Außerdem hat sie um einiges später stattgefunden, zu einer Zeit in der die meisten Katholiken schon seit Jahrhunderten von diesem Aberglauben abgelassen haben.

    tobiasbogner Gepostet von tobiasbogner on Mi 25.Nov. 17:35

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  19. Völlig unglaublich und unverständlich, was da in manchen arabischen Ländern abgeht, und Saudi-Arabien ist (trotz seines ohne wirkliches Zutun erworbenen Reichtums) besonders schlimm. Menschen, die solchen Mist wie Hexerei für echt halten, sind völlig krank im Kopf und nicht mehr zu retten

    melaniehibiki Gepostet von melaniehibiki on Mi 25.Nov. 17:37

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  20. Wäre doch zu schön, wenn der Kommentator nicht nur darüber berichten würde, ob es sich lediglich um Urteile handelt, oder ob diese Urteile tatsächlich auch vollzogen werden.
    In vielen Staaten, z.B. der USA, wird zumindest ein Teil der Todesstrafen nie umgesetzt, manche erst viele Jahre nach Urteilsverkündung.

    walterkoppe Gepostet von walterkoppe on Mi 25.Nov. 17:38

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  21. Türken einfach mit islamischen Extremisten gleichzusetzen oder alle muslimischen Länder in einen Topf zu werfen, ist primitiv! Die christliche Religion war nicht anders und ist es in manchen Weltgegenden immer noch. An Hexen wird auch in deutschen Landen noch geglaubt. Auch die Islamphobie gehört in die Kathegorie der Verteufelung und hat mit "Aufgeklärtheit" rein garnichts zu tun!

    wolfgang.scondo Gepostet von wolfgang.scondo on Mi 25.Nov. 17:52

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  22. Der User tobiasbogner ist entweder nicht richtig informiert - oder möchte bewusst hier Unwahrheiten einstreuen - auf das Konto der katholischen Kirche gehen im Zeitraum von 600 Jahren 10 Millionen Opfer der sogenanten "Heiligen Inquisition". Dagegen sehen die Taten der evangelischen Kirche eher aus, wie die eines Weisenknaben. Im übrigen gibt es das heilige Offizium bis zum heutigen Tag.

    marcustop2005 Gepostet von marcustop2005 on Mi 25.Nov. 18:01

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  23. DANKE, Beitrag Nr.26! Unsere westliche "christliche Kultur" schaut zu wie in Guantanamo seit Jahren in einem sog. rechtsfreien Raum Menschen von entmenschten Folterknechten und deren Befehltshabern auf die infamste, unmenschlichste Art gefoltert werden. TV-Nachrichen diese Woche: Präsident Omama wird die NACHWEISLICH UNSCHULDIGEN dort nicht vor Ende nächsten Jahres entlassen. Vergeblich versuchte ich Fernsehsender für dieses Thema zu interessieren, denn mir ist die ungerechtfertige Qual dieser Menschen dort und das kein Land sie nach der Entlassung aufnehmen will,unerträglich.DAS sind wir Christen!

    ulrikegrimm_soller Gepostet von ulrikegrimm_soller on Mi 25.Nov. 18:01

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  24. Man braucht nur in die 80er zu gehen….. da gab es mal ein Musikalbum von Peter Schilling….
    Darauf ist ein Titel….der heißt….wie passend…"Stille Nacht, Heilige Nacht"…..und schon werdet ihr sehen das dieses Thema Glauben, Krieg und co. nicht erst jetzt zum Problem geworden ist.
    Besser kann man es glaube ich nicht Umschreiben wie die Welt läuft.
    Und an die Hirnlosen die sofort auf Türken schimpfen….geht wieder zurück in den Keller wo ihr rausgegrabbelt seit….Ihr seid keinen Deut besser und Lernen werdet ihr es eh nie mehr.

    roadrunner6794 Gepostet von roadrunner6794 on Mi 25.Nov. 18:32

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  25. Wo ist das Problem.....????? In der Schweiz wird ein Kinderschänder wieder freigelassen.......Was ist wohl schlimmer...????? Mittlerweile braucht man sich über fast nichts mehr wundern.

    black_sabbath_fan Gepostet von black_sabbath_fan on Mi 25.Nov. 18:52

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  26. Die "Judaswiege"
    Auch die so genannte "Judaswiege" hatte es in sich. Das Inquisitionsopfer wurde mithilfe einer Seilwinde nach oben gezogen und auf die Spitze einer hölzernen Pyramide gesetzt. Sein ganzes Gewicht ruhte nun nur noch auf der Scheide oder dem After, dem Hodensack oder dem Steißbein. Die Qual wurde noch dadurch vergrößert, dass der Folterer das Opfer hochzog oder herabließ, es schaukelte oder immer wieder auf die Spitze fallen ließ.

    Die "Ketzergabel"
    "Religiös" im Sinne eines Mittels zur Verteidigung des wahren Glaubens war auch die sog. "Ketzergabel". Dabei wurden dem Opfer vier scharfe Spitzen in das Fleisch unter dem Kinn und in das Brustbein gebohrt, so dass es nicht mehr den Kopf bewegen und kaum mehr verständlich reden konnte. Aber das lag auch nicht in der Absicht der Inquisitoren. Es genügte, dass das Opfer noch das Wort "abiuro" (ich schwöre ab) stammeln konnte, das es nur abzulesen brauchte, da es in die Ketzergabel eingeritzt war.

    Säge und Pfahl
    Aber auch technisch primitive Instrument wie die "Säge" oder der "Pfahl" erfüllten durchaus ihren von den Inquisitoren vorgegebenen Zweck. Z. B. brachten nach dem Sieg über die aufständischen Bauern die Lutheraner die Säge gegen einige Bauernführer wieder zu Ehren. Sie wurden mit dem Kopf nach unten aufgehängt, dann begann die zwischen den Beinen angesetzte Säge ihr Werk, indem sie sich bis zu Nabel und Brust "vorwärts kämpfte". Fast noch grausamer - wenn hier noch eine Steigerung möglich war - war das Pfählen der Angeklagten. Sie wurden in die Spitze eines Holz- oder Eisenpfahls hineingedrückt, -gepresst, -gehämmert, bis dieser schließlich, nachdem er durch den eingeölten After eingedrungen war, aus dem Magen, der Brust oder der Schulter wieder heraustrat ...

    Weitere Folterwerkzeuge
    Allein schon die bloße Aufzählung der Folterwerkzeuge - der Daumen- und Knieschrauben, der eisernen Mundsperren, der Werkzeuge zum Brandmarken, der Halsgeigen und Halsketten, der um den Hals gehängten "Rosenkränze" (Länge ein Meter, Gewicht circa acht Kilo), der im Nacken des Ketzers verschlossenen Eisenringe, der eisernen Käfige, der Kopfpressen und Schädelschrauben, der Kettengeißeln, der gedornten Halskrausen, der Zwangsgürtel, der mit scharfen Zacken besetzten "spanischen Kitzler", der Scheren, Platt- und Kneifzangen, des Folter-Rades usw. usf. - vermag die perverse und erfinderische Leidenschaft der Inquisitoren und ihrer Helfershelfer zu bezeugen, demonstriert die ungeheuerliche, das kirchliche Christentum vor allen anderen Religionen auszeichnende "Passion der Grausamkeit".

    Erfindung neuer Qualen
    Man mauerte die Opfer ein oder ließ sie - als Zeichen der Gnade der Tyrannen! - langsam verhungern, man ertränkte sie in Fässern, die mit Urin oder Jauche angefüllt waren, man schnitt oder sägte ihre Zunge ab oder brannte sie aus, man röstete die Ketzer auf glühendem Eisen oder erstickte sie durch das Anzünden feuchten Strohs. Nach der Erfindung des Schießpulvers ließ man dieses in ihrer Nähe explodieren, so dass es die Brust der armen Opfer aufriss. Der (Un-)Geist der Grausamkeit fand immer neue Mittel, um die Qualen der Inquisitionsopfer zu vergrößern.

    marcustop2005 Gepostet von marcustop2005 on Mi 25.Nov. 18:52

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  27. Joseph Kardinal Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI.:
    Der "notwendige Einsatz" der Inquisition
    [Jesus Christus ... ] "Lass jeden von uns zur Einsicht gelangen, dass auch Menschen der Kirche im Namen des Glaubens und der Moral in ihrem notwendigen Einsatz zum Schutz der Wahrheit mitunter auf Methoden zurückgegriffen haben, die dem Evangelium nicht entsprechen."
    So Joseph Kardinal Ratzinger, seit 2005 Papst Benedikt XVI., am 12.3.2000 in Rom anlässlich der Verkündung eines so genannten "Schuldbekenntnisses" aufgrund der Verbrechen der Kirche (das so genannte "Mea Culpa";). Der Papst und die Kardinäle haben mit ihren schöngefärbten Worten aber nicht ihre Opfer um Verzeihung gebeten - was notwendig wäre und bei einer echten Reue auch selbstverständlich. Man richtete stattdessen ein allgemeines Wortgeflimmer an die Adresse von "Jesus Christus".
    "Großinquisitor ist eine historische Einordnung, irgendwo stehen wir in der Kontinuität. Aber wir versuchen heute das, was nach damaligen Methoden zum Teil kritisierbar gemacht worden ist, jetzt aus unserem Rechtsbewusstsein zu machen. Aber man muss doch sagen, dass Inquisition der Fortschritt war, dass nichts mehr verurteilt werden durfte ohne ´inquisitio`, das heißt, dass Untersuchungen stattfinden mussten."
    So Joseph Kardinal Ratzinger im ARD-Magazin Kontraste (3.3.2005) zu seinem inoffiziellen Titel "Moderner Großinquisitor". Wenige Wochen später wurde er zum Papst gewählt.

    marcustop2005 Gepostet von marcustop2005 on Mi 25.Nov. 18:53

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  28. und was hat der frankfurter messeturm damit zu tun?

    michael.hundt Gepostet von michael.hundt on Mi 25.Nov. 18:54

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  29. Die Inquisition und die Frauen
    "Vaginale Birne", Brustkrallen, "spanische Spinnen",
    Keuschheitsgürtel, Schandmasken
    »In der patriarchalisch-maskulin strukturierten Kirche mussten zwangsläufig die Frauen häufig noch schlimmer als die ketzerischen Männer bestraft werden. Ihnen gegenüber konnte sich auch die sexuelle Aggression und Perversion der Inquisitoren in besonderer Weise austoben. Es gab speziell-spezifische Folterinstrumente gegen die Frauen, z. B. die "vaginale Birne", die, durch Drehung der Schraube ausgeweitet, Eingeweide und Gebärmutter zerriss. Es gab "Brustkrallen", die die Brüste zerfleischten; andere Krallen, die, rot glühend gemacht, "lediglich" einen "Biss" auf den Brüsten unverheirateter Mütter verursachten, während ihre Kinder zu Füßen der Mutter lagen und mit deren Blut bespritzt wurden. Es gab die sog. "spanischen Spinnen", d. h. vierfingrige, scherenartige Klauen, die das Opfer am Gesäß, an den Brüsten, am Bauch oder Kopf, oft aber auch mit zwei Klauen an Augen und Ohren hochzogen. Auch der "Keuschheitsgürtel" war entgegen seiner nachträglichen Mystifizierung in Wirklichkeit ein Folterwerkzeug. Natürlich gab es auch "Schandmasken" für die Frauen sowie gegen ihre angebliche Geschwätzigkeit gerichtete "orale Birnen", also kunstvoll gefertigte Eisenknebel, deren zugespitztes Ende das Aufschlitzen der Kehle bewerkstelligte. Aber notfalls reichten auch Steine, um das Werk der Zerstörung zu vollbringen. Frauen, die Ehebruch begangen hatten, wurden gesteinigt oder in eine Schlangengrube geworfen ...
    Noch nie gab es eine Religion, die so viel Nächstenliebe gepredigt und so viel "Nächstenhass" und Frauenhass praktiziert hat! Nur in dieser einen, allerdings negativen Hinsicht steht das kirchliche Christentum evangelischer wie katholischer Provenienz tatsächlich einzigartig unter den Religionen da. Eine Einzigartigkeit im Positiven aber - in puncto Menschlichkeit und Schutz der Menschenrechte - besitzt es nicht. Jedes Menschenrecht musste vielmehr gegen den erbitterten Widerstand der Kirche, der katholischen wie der evangelischen, durchgesetzt werden.
    Papst in "brennender Sorge": Befehl zur Hexenverfolgung
    Vor allem mit der Anerkennung der Frau als Mensch mit gleichen Rechten wie der Mann tat sich die Kirche schwer. Seltener als Männer hatten Frauen Glaubenssätze geleugnet. An sich hätte man sie daher weniger verfolgen dürfen als die Männer. Aber indem man sie der Hexerei bezichtigte, konnte man sie nun auch wegen Ketzerei anklagen. Hexerei sei Ketzerei, lautete die Gleichung. Und so eröffnete sich der Inquisition ein neues dankbares Feld der Bestätigung und Selbstbestätigung. Die von Papst Gregor IX. (um 1167-1241, Papst seit 1227) ernannten und ausgesandten Inquisitoren meldeten dem Pontifex Maximus eine horrende Ausbreitung des Hexenunwesens und scheußliche Teufelspakte von Frauen aller Gesellschaftsschichten. In "brennender Sorge" erteilte also Gregor als erster Papst den Befehl zur Hexenverfolgung, die nun bis hinauf ins 18. Jahrhundert in den verschiedensten Gestalten und Auswüchsen wüten sollte ...
    Die Opfer der Verfolgung
    Papst Innozenz VIII. (1432-1492, Papst seit 1484) hatte ... allen jenen schreckliche Strafen angedroht, die der von ihm befohlenen Hexenvernichtung entgegentreten sollten. So konnte denn unter der Sonne der allerhöchsten päpstlichen Sanktionierung die Orgie der Vernichtung der Hexen ihren Lauf nehmen. Noch in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, in dem fast eine Million Menschen, meist Frauen, den Hexenprozessen zum Opfer fielen, ließ der Bischof von Bamberg 600 Frauen, der Erzbischof von Salzburg 97 Frauen, der Bischof Philipp Adolf von Ehrenberg aus Würzburg 219 Hexen und Zauberer verbrennen, darunter 18 Schulknaben, ein blindes Mädchen, ein neunjähriges Mädchen und sein noch jüngeres Schwesterchen. Der Erzbischof Johann von Trier verbrannte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts so viele Hexen, dass in zwei Ortschaften gerade noch zwei Frauen übrig blieben. Ein Mainzer Dechant ließ in zwei Dörfern über 300 Menschen verbrennen, nur um an ihre Güter zu kommen. Die Orgie der Vernichtung der "Hexen" wurde noch dadurch angeheizt, dass die Inquisitoren, aber auch Richter und Beichtväter, die mit dem Beichtgeheimnis keineswegs zimperlich umgingen, an manchen Orten Kopfgelder für jede hingerichtete "Hexe" erhielten, so dass der Spruch aufkam, das schnellste und leichteste Mittel, sich zu bereichern, sei das Hexenverbrennen.
    An Brutalität und sadistischer Grausamkeit war jedenfalls der Vernichtungskrieg der Päpste und ihrer Inquisitoren gegen die "Hexen" nicht mehr zu überbieten. Wahrscheinlich sind dabei mehr als drei Millionen Menschen, vor allem Frauen, bestialisch ermordet worden ...

    Beide Kirchen, die katholische wie die evangelische, tragen eine ungeheure, unauslöschliche Schuld wegen ihrer Verteufelung, Verfolgung und Vernichtung von so vielen Frauen. Erinnert sei dabei auch an die perverse Erfindungskunst, die einzig und allein dazu diente, die "bösen Frauen" mit den verschiedensten Instrumenten zu bestrafen ...
    Qualen der als "Hexen" verdächtigten Frauen
    ... Oft schmachteten sie jahrelang in unterirdischen kalten, feuchten und dunklen Verließen, die von Ratten, Mäusen und jeglichem Ungeziefer nur so wimmelten. Die jüngeren Frauen waren darüber hinaus den Vergewaltigungen durch Geistliche und Gefängniswärter ausgesetzt. Man band viele "Hexen" auf Holzkreuze oder schmiedete sie an Mauern an, man ließ sie im Hexenturm mit ihren gefolterten Gliedern an Ketten in der Luft hängen und langsam verdursten und verhungern usw. usf. Fast unvorstellbar ist die Qual, die jeder einzelnen "Hexe" seitens der "Religion der Liebe" zuteil wurde.
    Der "Hexenhammer" der Kirche
    Eine besonders scheußliche Rolle bei der Verfolgung von Frauen spielte ein Buch, der sog. "Hexenhammer" (Malleus Maleficarum; von 1486 bis ins 17. Jahrhundert in 29 Auflagen gedruckt). Es ist das Standardwerk für das Aufspüren, Dingfestmachen und Bestrafen von Hexen und hat wahrscheinlich mehr Unheil über die Frauen gebracht als jedes andere Buch. Der Hexenhammer ist die komplette Theorie und Praxis der Hexenjagd und beweist eindrucksvoll, dass man aus jeder Idiotie eine seriös daherkommende Theologie machen kann, wenn man nur pervers genug ist ...
    Das Los der Frauen unter der Inquisition, wie wir es hier - keineswegs erschöpfend - geschildert haben, ist nur noch mit dem Schicksal zu vergleichen, das die Inquisitoren den Juden bereiteten.« (S. 45 f. 48f. 51.53.58)

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    marcustop2005 Gepostet von marcustop2005 on Mi 25.Nov. 18:54

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  30. Es sind noch keine 400 Jahre vergangen, dass wir Christen uns langsam, aber nur ganz langsam, von Inquisition, Religionskriegen und Hexenverbrennungen abwandten - Teufelsaustreibungen gibts im übrigen ja nach wie vor - Dies nur, um die Erinnerung etwas aufzufrischen.
    Der Islam ist ein halbes Jahrtausend jünger als das Christentum und zweifellos entwicklungsfähig -

    maltaopera Gepostet von maltaopera on Mi 25.Nov. 18:57

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