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Kaufhausriese im Todeskampf

Di 09.Jun. 13:09

Erst Hertie - jetzt Karstadt. Demnächst werden wir wieder beim kleinen Laden um die Ecke einkaufen müssen. Dann allerdings ohne Live-Musik und den Duft von Chanel in allen Stockwerken. Die All-in-One-Lösung des Einkaufens scheint zu scheitern.

Seit Tagen liegen in den Karstadt-Filialen Unterschriften-Listen aus. Wenn Sie wollen, dass Ihre Karstadt-Filiale erhalten bleibt, unterschreiben Sie hier. Was ist nur aus dem früheren Handelsgiganten geworden? Wer hat das Unternehmen zu diesem Abstieg geführt? War es der frühere Konzernchef Walter Deuss mit seiner größenwahnsinnigen Vision eines Gesamtkonzerns oder Thomas Middlehoff mit seinen waghalsigen Finanzdeals? Missmanagement, strategische Fehler und die traurige Konsequenz einer weltweiten Krise haben dem Konzern hart zugesetzt.

Blicken wir 10 Jahre zurück. 1999 verkündete der Karstadt-Chef Walter Deuss stolz die Entstehung eines neuen Handeslgiganten. Mit 116.000 Mitarbeitern wollte er einen Konzern in die Zukunft führen, der nicht nur die Kernmarken Karstadt und Quelle, sondern auch die Hertie-Warenhäuser, den Neckermann-Versand und weitere Filialen vereinte. Wohl niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass Karstadt zehn Jahre später um Staatshilfen betteln müsste.

Karstadt kämpft ums Überleben. Ein Überleben, das auch der Staat nicht mehr retten kann und will. Der angeschlagene Handelskonzern will auf die Vorlage eines neuen Rettungskonzepts verzichten und einen Insolvenzantrag stellen. Metro und viele andere Firmen reiben sich schon die Hände. Bei einer Pleite könnten sie sich die Filetstücke des Konzerns sichern.

Welche Lösung sehen Sie für Karstadt? Würde ohne Karstadt etwas fehlen? Glauben Sie, dass der Staat hier falsch entschieden hat. Hätte eine Staatsbürgschaft Karstadt retten können? Haben Missmanagement, Größenwahn oder einfach die allgemeinen wirtschaftlichen Veränderungen Karstadt ruiniert?

Kommentare61 - 90 von 309

  1. Man muss es realistisch sehen, teile den Gesamtumsatz von Arcondor durch die Angestellten, nimm den halben Wert( Wareneinsatz), von dem was bleibt, ziehe Gehalt und Sozialabgaben ab( Durchschnittwert) so sieht man was bleibt.Es ist nix mehr da! Dafür sorgt die Gewerkschaft auch, war auch so pleite! Weil bei 12 Leuten NIX blieb! Nimm mal den Wert bei Ruhrgas, hier wird pro man fast eine Million umgesetzt, nicht 50-55 Tausend wie bei Acondor!

    walterrabe41 Gepostet von walterrabe41 on Di 09.Jun. 15:13

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  2. Ich finde das "Menschen" wie Fr. Schickedanz einfach auswandern sollten. Sie helfen weder dem Staat noch geht sonst irgendeine Positve Ausstahlung von Ihnen aus. Sie haben Ihre eigene Welt erschaffen in der Sie leben. Dort und nur dort sollten Sie dann auch leben.

    speedymuenster Gepostet von speedymuenster on Di 09.Jun. 15:18

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  3. Ich verweigere den Einkauf bei Karsdtadt (jeder hat drei Chancen, die habe ich auch Karstadt gegeben). Die Unfreundlichkeiten, die ich als 18 Jährige erlebt hab reicht mir:-( (ca 19 Jahre her)Nein Danke !
    Hier zwei real mir passierte Beispiele: "0 Minuten vor Ladenschluß meinte eine Verkäuferin zu mir, ich wolle doch jetzt kein Ballkleid mehr kaufen, dafür wären doch 20 Mnuten zu kurz :-( toll ich schafffe das auch in 1o Minuten, denn das Kleid kannte ich schon von meiner Freundin, wollte es nur anprobieren. Fahrrad gekauft für den Zusammenbau mußte ich extra zahlen... Leider oist dies schon keine Dienstleistung, allerdings lösten sich die Schrauben schon auf dem Heimweg und eine Werkstatt baute dann das Fahrrad vernünftig uaf. Geld zurück gab es nicht aber den frechen Kommentar wieso nun ist das Fahrrad doch fahrbereit. Das passiert doch jungen Menschen. Aber auch mit 37 erlebe ich doch manchmal so einiges (aber nicht so krass wie mit 18-20 Jahren) aber Verkäuferinnen die sich unterhalten untereinander und wenn man makl fragt ob Ihnen einer helfen kann, sind die auch noch genervt. Oder ich will ein Kaffevollautomat und man will mir unbedingt eine Stefano andrehen, trotz Beteuerung, daß man wirlkich eine Saeco haben möchte. Nein Danke!!!!! Mir sind da dann doch lieber die etwas teueren Einzelläden lieber.

    silberlachs Gepostet von silberlachs on Di 09.Jun. 15:28

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  4. Der Staat kann nicht überall einspringen, bei Arcandor ist das Dilemma hausgemacht, Missmanagement etc. sind, neben der allgemeinen Krise, meiner Ansicht nach die Hauptgründe für das Scheitern dieses Großunternehmens. Wo bleiben eigentlich die großen Anteilseigentümer? Schickedanz und Co.??? Die haben fein ihre Schäfchen im Trockenen, und schreien nun nach Staatshilfen?
    Man kann Arcandor nicht mit Opel vergleichen!
    Deshalb fand ich es richtig, daß Opel geholfen wurde, auch, um aus der Zwickmühle mit den Amerikaner rauszukommen.
    Da ich selbst einen kleinen Laden betreibe, und seit Jahren nicht gut schlafen kann, weil ich heute nicht weiss, ob ich morgen meinen Verpflichtungen noch nachkommen kann, freut mich jeder einzelne Kommentar, in dem es heisst: ... dann gehen wir zurück zu den kleinen Händlern um die Ecke...". Wenn ich den Beitrag von scjeme ansehe, muss ich Euch fragen, warum seit ihr nicht früher zu den "Kleinen um die Ecke" gekommen, und habt stattdessen Euer Geld zu den Grossen hingetragen?? Weil's in jedem Stockwerk nach Chanel No. 5 riecht?? Beschallung aus dem Radio gibt's auch bei mir, solange der Laden offen ist. Mit dem Unterschied, daß ich dafür meine Gebühren zahlen muss...
    Quelle und Karstadt werden weitermachen, Ihr werdet es sehen! Eine Insolvenz ist nicht der Tod eines Unternehmens!

    cdwmm Gepostet von cdwmm on Di 09.Jun. 15:30

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  5. Wer die Wirtschaft dereguliert, es unterläßt vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen, der wird in seinem Land noch mehr bedürftige Unternehmen um staatliche Hilfen flehen hören. Es bleiben die Fragen zu klären:
    Wer schützt die Mitarbeiter vor unfähigen und gierigen Unternhmensmanagern?
    Wer schützt den Steuerzahler vor der Inkompetenz der Politik?

    max_klingelbeutel Gepostet von max_klingelbeutel on Di 09.Jun. 15:31

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  6. Die Insolvenz ist wohl die beste Alternative. Ein dadurch stattfindender Schrumpfungsprozess ist wohl - auch für die Arbeitsplatzsicherung - die beste Lösung. Ob und in welchem Maß sich Metro an den Geschäften beteiligt hängt dann nur noch von den zu erwartenden Gewinnen ab. Diese sind allerdings in dieser verfahrenen Situation kaum glaubhaft einzuschätzen. Eventuell ergibt sich eine Beteiligungsmöglichkeit der Mitarbeiter. Das wäre auch im Hinblick auf die Motivation und folglich für die Umsätze und Gewinne eine intelligente Variante, die - so weit ich das beurteilen kann - noch niemand als Idee geäußert hat.

    karstenschade Gepostet von karstenschade on Di 09.Jun. 15:32

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  7. Wieso scheint Die All-in-One-Lösung des Einkaufens scheitern? Bei den real-Märkten (Metro Konzern) boomt es doch geradezu. Allerdings mit dem Unterschied, dass ein anderes Konzept dahintersteckt: "Einmal hin - alles drin", Kundenfreundlich, Familienfreundlich und ein durchdachtes Konzept mit einem kombinierten Angebot an Lebensmitteln und Non-Food-Artikeln. Dagegen der neue Karstadt in Essen am Limbecker Platz ein Nobelschuppen, nur für elegante Leute. Für uns als Familie schon lange keine Thema mehr: "Einmal drin - nie wieder hin!" Sowas von Familienunfreundlich und hochgestochen. Soll sich der Karstadt-Vorstand mal an die eigene Nase fassen, andere Unternehmen schaffen es doch auch.

    ulrich_bracht Gepostet von ulrich_bracht on Di 09.Jun. 15:34

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  8. das ist ja alles schön und gut was hier so geschrieben wird aber so lange keiner ernsthaft auf die strasse geht uns sich alle die misswirtschaft gefallen lässt geht es doch den deutschen volk eigentlich noch ganz gut. oder glaubt hier einer das einer von denen die sich die taschen voll stecken die hier liest und wenn sich einen kopf darüber zerbricht.im gegenteil die lachen euch alle noch kackfrech aus denn die haben was sie wollten und der kleine mann das volk bekommt was es nicht verdiehnt hat

    sardina_del_sur Gepostet von sardina_del_sur on Di 09.Jun. 15:40

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  9. # 67 Ulrich_Bracht - Genauso, wie die Politik abgehoben von den wirklichen Bedürfnissen ihre Bürger regiert, so agierten die Karstadt-Manager abgehoben vom Markt vorbei an den wirklichen Bedürfnissen der möglichen Kunden am jeweiligen Standort.

    max_klingelbeutel Gepostet von max_klingelbeutel on Di 09.Jun. 15:45

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  10. Ich möchte nicht wissen wie die Manager und Vorstände gelebt haben!
    … nur eins ist sich, der normale Mitarbeiter muss es wieder tragen.

    thomas.maisenbacher Gepostet von thomas.maisenbacher on Di 09.Jun. 15:48

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  11. traurig wenn man manche kommentare hier liest, ich bin nämlich eine von diesen 43.000, die vielleicht in 3 monaten auf der strasse stehen...ich bin keine zahl, ich bin ein mensch aus fleisch und blut und dieser tag ist für mich und meine familie eine katastrophe... ich wollte nur kurz anmerken für alle die hier über "ihr steuergelg" sprechen, das ist genau so unser steuergeld, wir haben bis heute auch brav unsere abgaben bezahlt, und als es um hilfe ging wurde es uns verweigert! man soll auch überlegen, dass das insolvenzgeld für 3monate und alle mitarbeiter wahrscheinlich in summe höher sein wird als die notkreditsumme, von nachfolgenden kosten ganz zu schweigen. und noch was, es sind nicht nur konzernmitarbeiter(die höheren lagen lasse ich ganz aus, die werden schon schnell unterkommen)es sind viele lieferanten und dienstleister genauso betroffen. in diesem sinne schönen tag noch...

    eluna99 Gepostet von eluna99 on Di 09.Jun. 15:52

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  12. Als ehem. Karstadt- und Quelle- Mitarbeiter berührt einen die Gechichte immer noch. Nachdem sich die Eigentümer/Manager jahrzehntelang die Taschen vollgestopft haben, soll jetzt die Allgemeinheit für das Missmanagement aufkommen.

    weka3103

    weka3103 Gepostet von weka3103 on Di 09.Jun. 16:06

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  13. Natürlich tun einem die Mitarbeiter leid. Aber was ist mit den ehemaligen Angestellten in den kleinen Läden, welche früher in den Innenstädten waren. Seit über 10 Jahren haben wir mit den Preisen zu kämpfen, die die "Großen" wie Karstadt, Golfhouse und Tschibo schon drücken, bevor die Waren überhaupt ausgeliefert worden sind. Wir sind ganz kleine Einzelunternehmer, die vom Staat nur geschröpft werden. Zuschüsse??? gibts für uns nicht, denn dafür haben wir zuviel, aber zum Leben und für die Vorsorge fürs Alter, da ist es zu wenig. Gehn wir Pleite, gibts kein Arbeitslosengeld und auch unsere privaten Güter gehn flöten. Rente, Gesundheitsvorsorge, davon können wir uns nur eins leisten. Wenn die Politiker Arcandor jetzt helfen, werden wir aufhören, dem Staat unsere Steuern zu geben.
    Kiggele

    adamsonsilke Gepostet von adamsonsilke on Di 09.Jun. 16:08

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  14. @eluna99: als mitarbeiter bei karstadt kannst du auch so eine meinung haben. hätt ich früher auch gehabt. aber glaubst du im ernst das die forderung die jetzt von acandor an den staat gestellt wir die letzte sein wird. niemals. wenn der staat einmal gezahlt hat wird er immer wieder dazu rangezogen zu zahlen. und dein argument mit lieferranten ist bei den kleinen einzelunternehmer genauso. macht ein kleiner laden zu werde bei den lieferanten auch wieder leute entlassen, ist ein endloser rattenschwanz. denk mal drüber nach.

    harrymapc Gepostet von harrymapc on Di 09.Jun. 16:28

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  15. Auch ich fühle mit den den Mitarbeitern von Karstadt und sehe die Situation. Dennoch sind Steuergelder weder Ausweg noch Lösung. Es gibt viele Mitbewerber die sich am Markt behaupten können. In jedem Unternehmen gibt es eine Geschäftsleitung und diese Geschäftsleitung ist Verantwortlich für den Erfolg oder Misserfolg. Sie zahlen sich satte Gehälter - meist ohne Rücksicht auf die selbstgeschaffene Kostensituation. Nach 10 Jahren ist das ganze Tafelsilber verprasst und der Steuerzahler soll die Zeche zahlen. Wie einfach ist der Gedanke, unternehmerische Fehlentscheidungen zu sozialisieren. Wie denken dann Unternehmen darüber, die ihrer unternehmerischen Verantwortung nachkommen - nicht nur dass sie wirtschaftlich Benachteilig werden, können sie sich auch zu Recht die Frage stellen, ob es sich in Deutschland überhaupt noch lohnt, Unternehmer zu werden. Auch bei Opel sehe ich neben einer inkompententen Verhandlungsstrategie der Politiker, eine Wettbewerbsverzerrung - gegenüber anderen Mitbewerbern. Würde sich der Staat seiner Aufgabenstellung entsprechen und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen und mit dem bisher aufgebrachten Kapital in Familie und Bildung, wie auch in Zukunftstechnologien einbringen, müssten wie diese dämmliche Diskussionen nicht führen. Alles eine Folge der Deregulierung - jetzt wird die nicht wahrgenommene Verantwortung zu nehmend sichtbarer und erfahrbarer - für alle und für jeden. Nach meiner Einschätzung sind dass nur kleine Vorboten eines noch größeren bevorstehenden Ereignisses.

    max_klingelbeutel Gepostet von max_klingelbeutel on Di 09.Jun. 16:36

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  16. Kauhäuser stammen aus der Kaiserzeit. Sinn war u.a. die Einführung von Festpreisen, also kein Feilschen und Handel wie auf dem Flomarkt. - Ansonsten fällt mir bei Karstadt noch ein, dass sie als Kaufhaus Waren aller Art gnädigerweise "abgeben",

    wenn man eine Verkäüferin findet, die nicht gerade im Kollegengespräch vertieft ist. Es ist bei Karstadt, wie bie der Bahn, dem RWE oder der Lufthansa. .. Die Firma istt schon ganz ok, ...
    nur die Kunden/Passagier stören leider.

    Noch etwas: Meine Mutter sagte immer: "Karstadt ist wie Goebbels ... in jeder Stadt eine Niederlage... !

    Ich bin froh, dass dieser arrogante Schlechtleister Karstadt insolvent, also pleite ist. Die Gebäude geben evtl. schöne Innenstadtwohnungen her, mit Dachgarten + Parkdeck .... *smile*

    -o0o-

    anngret_szonn Gepostet von anngret_szonn on Di 09.Jun. 16:42

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  17. Als Steuerzahler finde ich die Entscheidung in Ordnung, wahrscheinlich zahlt mein Sohn noch diese ganzen Darlehen. Aber als Karstadt-Mitarbeiterin ist es für mich eine Katastrophe und es erschreckt mich zu lesen welch negative Stimmung hier verbreitet wird. Unfair finde ich Angriffe wie es würde uns an Kompetenz und Freundlichkeit fehlen und deswegen sei es auch nicht schade drum das wir eventuell verschwinden. Ja, wir haben schon seit einer Weile auf Geld verzichtet, aber den Kommentar eines Mitschreibers hier man hätte es sich den Rest vom Staat aufstocken lassen, finde ich frech und gemein. Viele bei uns haben schon einen zweiten Job und auch ich als Alleinerziehende falle dem Staat nicht mit einem Cent zur Last. Also bitte erst denken, dann schreiben. Vielen Dank an über 1 Million Karstadt Kunden die dafür unterschrieben haben das wir bleiben soll, das zeigt mir das dieser negativ Trend in diesem Block nicht Deutschland weit gilt. Meine Kollegen und ich freuen uns auf jeden Fall sie weiterhin freundlich und kompetent weiter bedienen zu dürfen.

    nicolehamann Gepostet von nicolehamann on Di 09.Jun. 16:56

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  18. Im Zuge der globalisierung haben sich die Angebote der einzelnen Konzerne doch soweit gegenseitig angenähert, dass ein Unterschied im Warenangebot kaum noch auszumachen ist.
    Der Reiz des Einkaufens bestand doch bis vor ca. 15 Jahren auch darin, zu schauen welche Waren welches Geschäft zu bieten hatte.
    Ob ich bei Karstadt einkaufe oder bei Hertie, bei Medimaxx oder Mediamarkt, das Angebot ist das beinahe gleiche wie bei der Konkurrenz, weil viele Konkurrenten oft dem gleichen Großhandelskonzern angehören und deshalb natürlich die gleichen Waren vertreiben.
    Persönliches Fazit: Es lohnt sich nicht mehr wie früher zu schauen, also altmodisch shoppen zu gehen um schöne Einkäufe zu machen, der Vorteil etwas zu entdecken, das es anderswo nicht gibt und damit exklusiv ist, gibt es nicht mehr (in der normalen Preisklasse).
    Die Unterschiede des Handels wurden wegrationalisiert/wegglobalisiert, damit ist auch die Zeit der Kaufhäuser, die ja ein individuelles Profil zeigen möchten zwangsweise beendet.

    elborchardt Gepostet von elborchardt on Di 09.Jun. 17:09

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  19. Hinter jeder Zahl,steht ein Mensch!Eine Familie!Darüber sollten sich mal einige Leute Gedanken machen.Möchte diese Leute mal sehen,wenn mit ihrem Arbeitsplatz so umgegangen wird.Glaubt ihr denn,das IHR das Geld bekommt,was unser Staat jetzt nicht gegeben hat?Bestimmt werden wieder Millionen für beheitzten Sand in Sansibar ausgegeben,oder andere tolle Objekte.Heute Karstadt,morgen wir.Wichtig ist,das die Verursacher bestraft werden,und nicht immer der kleine Mann.Die Manager zwangsenteignen,und wegsperren.Die Familien mit Harz 4 abspeisen,damit DIESE HERREN endlich merken,was sie ihren Mitarbeitern angetan haben!

    schu190661 Gepostet von schu190661 on Di 09.Jun. 17:14

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  20. Die Zahl der Reichen und Superreichen ist in den letzten Jahrzehnten immer grösser geworden. Dankeschön an unsere Politasse. Nur Arme erschaffen Reiche. Bürger denkt nach und wehrt euch, euer verlorenes Geld steckt in Immobilien und Auslandskonten von Betrüger und Abzocker. Die Superinflation steht schon in den Startlöchern.

    engelberthold Gepostet von engelberthold on Di 09.Jun. 17:18

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  21. Mich würde interessieren, was aus den Gewinnen geworden ist, die (so nehme ich doch an) in den „besseren Jahren“ erwirtschaftet wurden. Das gilt übrigens auch für Opel! Wenn es den Firmen gut geht, werden alle Register gezogen um möglichst wenig Steuern zu zahlen (siehe Opel). Geht es ihnen schlecht, rufen sie nach dem Staat. Weder die eine noch der andere hätte Geld bekommen dürfen. Wenn ich mit meiner kleinen Firma in Schwierigkeiten komme, gibt mir auch der Staat auch kein Geld! Mir würde Karstadt im Übrigen nicht fehlen. Ich gehe lieber zum kleinen Laden um die Ecke. Dort ist der Service bedeutend besser.

    pet0701 Gepostet von pet0701 on Di 09.Jun. 17:24

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  22. Jeder ist sich selbst der nächste,das kann mann an den Reaktionen sehen,was hier zu besten gegeben wird.Ich hoffe nur,das mit diesen Leuten genau so verfahren wird,wenn ihr Job auf der Kippe steht.Na dann warten wir mal ab,wer als nächstes dran ist.

    schu190661 Gepostet von schu190661 on Di 09.Jun. 17:37

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  23. Hallo an alle an die fleißig ihr Geld in Aktien investieren und sich jährlich über dicke Renditen freuen. Aber habt ihr euch schon mal die Frage gestellt wo diese herkommen??? Der Wahn immer größere Konzerne zu schaffen um tolle Bilanzen und Wahnsinnige Renditen zu erzielen geht nur für kurze Zeit auf. Ich finde,dass kleinere und erfolgreiche Unternehmen die von Familien geführt wurden mehr als nur die Zahlen im Auge hatten, nämlich Tradition und unternehmerische Werte. Davon ist leider nicht mehr viel übrig. Das Resultat ist nun das ein Konzern den anderen schluckt. So wäre es hier die Metro mit Ihrer Kaufhof Kette. Aber würde ein Erzfeind denn die Geschäfte in 2 Kaufhäusern die nebeneinander stehen weiterführen. Um diese Frage zu beantworten muss man wohl nicht BWL studiert haben oder mehrere zehntausend Euro im Monat verdienen. Folge: Es gibt nur noch wenig bzw. keine Konkurrenz in diesem Segment. Somit mögen sich die Renditejäger auch das Gejammer ersparen... Viele Grüße aus Berlin.... P.S.: Zur Vernatwortung sollte man die ziehen, die trotz ihrer astronomischen Vergütungen nicht den entsprechenden Blick für die Zahlen hatten. Den das darf man in solchen Gehaltsklassen wohl erwarten, oder????

    tm77hi Gepostet von tm77hi on Di 09.Jun. 17:39

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  24. Also ich denke, dass die Regierung hätte versuchen können, den Kaufhauskonzern Karstadt zu retten. Schließlich hat Karstadt (ca. 23.000 Mitarbeiter) fast so viele wie Opel (25.000). Und wie viele Familien würden ihre potenzielle Geldquelle verlieren ? Ca. 25.000 Familien... Ich denke, auch wenn es vielleicht nicht so einfach wäre, sollten sie Mwst für eine Woche um einen Prozent angehoben werden. So könnte der Staat genug Umsatz machen, um sämtliche angeschlagenen Unternehmen wieder auf beide Beine zu bringen. Wenn man bedenkt dass täglich mehrere Millionen (ca. 70 Mio €;) pro Tag einnimmt. Deutschland ist ohne Karstadt, wie eine Schule ohne Schüler, ein Kuchen ohne Zucker oder ein Deutschland ohne Arbeitskräfte :( Viel Glück, Karstadt

    rene.1993 Gepostet von rene.1993 on Di 09.Jun. 17:52

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  25. Um den Konzern an und für sich ist es nicht schade - denn er hat sich selbst den Ast abgesägt, auf dem er saß.

    Ich denke, er werden noch einige den gleichen Weg gehen. Ähnlich wie die Dinosaurier, ersticken die großen Konzerne wohl allesamt langsam an ihrem eigenen Gewicht (und wer sich so schwergewichtig auch noch aufs Glatteis wagt, bricht eben umso schneller ein).

    Liegt es daran, daß die Konzernspitzen genauso himmelweitweg von der Basis sind, wie unsere Politiker vom Volk? Der Kopf weiß nicht mehr, was die Glieder tun (oder wozu sie eigentlich gut sind). Man weiß ja, daß Macht korrumpiert - aber das (zuviel) Geld dumm macht, ist mir irgendwie neu, aber genau das sieht man hier.

    juergens_6 Gepostet von juergens_6 on Di 09.Jun. 18:27

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  26. Frau Schickedanz und Co. wollen doch überhaupt keine Rettung. Sie wollen ihr Geld behalten, was kümmern uns die Menschen, die den Wohlstand ja erst möglich gemacht haben. Es ist richtig, der Staat kann und soll sich nicht erpressen lassen. Opel war schon ein Fehler, zu Guttenberg hatte und wird recht behalten, das geht nicht gut. Übrigens die Schuldigen, Manager usw. werden weiterhin gut leben. Das ist sicher.

    juergen.lohse Gepostet von juergen.lohse on Di 09.Jun. 18:35

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  27. Arcandor nicht zu retten, war meiner Meinung nach eine totale Fehlentscheidung der Regierung. Schliesslich wollten sie nur einen KfW Kredit, der ja zurück gezahlt wird. Das Argument, "Arcandor hatte schon vorher Probleme" ist unsinnig. Wenn sie vor ein Paar Jahren Probleme hatten, kann es trotzdem sein, dass sie sich damals saniert haben, und vor der Krise noch gut da standen. Weil unsere Idiotenregierung nichts gegen die drohende Deflation getan hat, wird im Verlauf der Krise ein Unternehmen nach dem anderen insolvent werden. Und es ist zu befürchten, dass wenn staatliche Hilfe aus ideologischen Gründen verweigert wird, nach der Krise die Struktur so sehr dezimiert worden ist, dass dann nicht mehr viel übrig ist, wo man arbeiten kann. Diese verlorenen Unternehmen und Arbeitsplätze werden nicht einfach wieder neu entstehen.
    Und wenn Unternehmen in Schwierigkeiten kommen, weil die Banken ihre Kreditvergabekriterien verschärft haben, neue Kredite verweigern und laufende Kredite kündigen, dann sollte unbedingt der Staat mit Krediten einspringen.
    Unsere Regierung versagt hier mehrfach. Erst ist es ihr nicht gelungen, dafür zu sorgen, dass die Banken, die ja durch Steuermittel "gerettet" wurden, weiterhin Kredite vergeben, und nun werden auch noch staatliche Kredite verweigert.

    carinasch232 Gepostet von carinasch232 on Di 09.Jun. 18:56

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  28. Juergen du hast recht....jahrelang haben die die an der Spitzen waren sich die Taschen voll geschaufelt nie hat es irgendeinen von dennen intessiert was mit den Arbeitern ist warst du mal krank oder wolltest mehr Lohn stand man schon auf der Abschussrampe....und weg war derjenige .....was ich bemängel ist das die die nie was dafür können weil MISSWIRTSCHAFT betrieben wird und wurde ist das nach dem Artbeitslosengeld (was schon weniger ist) ein Arbeiter der seid seiner Lehre gearbeitet hat HARTZ IV bekommt .......genauso viel wie die faulen MITBUERGER die noch nie versucht haben sich arbeit zu suchen...auch zähl ich die dazu die sich ein Kind nach dem anderen machen lassen ...sorry aber dabei bekomme ich ´nen Hals....ich bin nicht arbeitslos aber ich habe 3 Kinder allein grossgezogen und hab immer gearbeitet und zwar egal was ich bekam es war nie mein erlernter Beruf aber egal ich hab meine Kinder allein ernährt (Vater zahlte nie)und der Staat auch nicht .......und wenn alle so denken würden auch unsere faulsten Mitbürger würde es uns bestimmt etwas besser gehn ......wie gesagt was die Regierung mit den arbeitslosen macht ist ne Dreistigkeit und das ergebnis was auch die Wahlbeteidigung man hat einfach keine Lust mehr denn unsere Politiker stecken sich unsere Gelder auch nur in die Taschen......das ist meine Meinung man ich muste das jetzt auch mal loswerden .....

    laerde Gepostet von laerde on Di 09.Jun. 18:58

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  29. Die Ursache für alle diese Probleme hat schlicht einen Namen: Thomas Middlehoff . Er verkaufte alle Grundstücke an Immobilienfonds, an die nun die Filialen Miete zahlen müssen. Durch Provisionen, u.a. wurde er selbst zum Multimillionär. Diese Mietzahlungen sind bis zu 6x höher wie in der Brache üblich, damit die Rendite für die Immobilienfonds stimmt. Doch diese weit überhöhten Mieten sind von den Filialen nicht zu erwirtschaften. Die Grundstücke meist in bester Innenstadtlage können auch an anderes Gewerbe vermietet werden. Übrigens: Herr und Frau Middlehoff sind Miteigentümer dieser Immobilienfonds. Ich denke, ein klarer Fall für den Staatsanwalt!!!

    hjfaussner Gepostet von hjfaussner on Di 09.Jun. 19:15

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  30. Viel Richtiges , nicht ganz so Richtiges , aber auch viel Falsches konnte ich hier lesen.

    Man spricht von Missmanagment der Verantwortlichen usw. , Die , jedoch sind nur die Erfüllungsgehilfen , natürlich ausgestattet mit entsprechend hohen Schweigegeldern , der wahren Verantwortlichen - der Eigentümer.

    Eigentum verpflichtet , ein Satz aus dem Grundgesetz wird hier in's Gegenteil verkehrt und wird somit zu einem höchst kriminellen Akt. Die Eigentümer werden somit zu Kriminellen und gehören allesamt auch so behandelt , anstatt Sie mit Verdienstorden zu behängen .

    Nicht Zivilrecht ist hier gefordert , nein , hier muss das Strafrecht Platz greifen . Für Untreue , Betrug , Diebstahl , Erpressung usw. sieht das Gesetz entsprechende Strafen vor die sollte man auch in Ansatz bringen . Handelst Du oder ich so , wie hier geschehen , ja wo landen wir dann ?, ja und da gehören die Alle hin.

    Für alle die es interessiert , wozu Eigentum verpflichtet oder nicht
    hier ein Link einer preisgekrönten Essay

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/487/404266/text/

    elbkla Gepostet von elbkla on Di 09.Jun. 19:40

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