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Peking (AP) Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 hat am Montag Zentralchina erschüttert und mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. In der Millionenstadt Chongqing kamen vier Schüler ums Leben, als zwei Grundschulen einstürzte. Mehr als 100 weitere wurden verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Ein Mensch wurde beim Einsturz eines Wasserturms getötet. Der Erdstoß in der Provinz Sichuan war bis in die 1.500 Kilometer entfernte Hauptstadt Peking und in der Metropole Shanghai zu spüren, wo Tausende in Panik auf die Straße liefen.
Behörden in Sichuan erklärten, mehrere Gebäude seien eingestürzt und Straßen beschädigt. Das Zentrum des Bebens am Nachmittag (Ortszeit) lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte rund 90 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt von Sichuan, Chengdu, in etwa zehn Kilometern Tiefe. Es war bis nach Taiwan, Vietnam und Thailand zu spüren. In Sichuan wurden kurze Zeit später zwei Nachbeben der Stärke 6,0 und 5,4 registriert.
Der chinesische Präsident Hu Jintao ordnete eine schnell Versorgung der Verletzten an, während sich Ministerpräsident Wen Jiabao auf den Weg zum Zentrums des Bebens machte, wie Xinhua berichtete. Truppen der Nationalen Volksarmee wurden entsandt, um den Menschen im Erdbebengebiet zu helfen.
In Shanghai sei das Mobiltelefon-Netz zusammengebrochen, sagte eine Augenzeugin. Alle Menschen seien auf die Straße gerannt. In Peking wurden Bürogebäude evakuiert, auch Räume des Organisatorenteams der Olympischen Sommerspiele war betroffen. «Das ist das stärkste (Erdbeben), das ich je gespürt habe. Der Boden hat sich unter mir bewegt», sagte der Wirtschaftsberater James McGregor. Tausende Menschen verließen ihre Büros und versammelten sich auf den Straßen. Nach rund einer Stunde kehrten sie in ihre Gebäude zurück.
Auch in Cnengdu strömten die Menschen ins Freie, wie ein Augenzeuge telefonisch erklärte. Ein Reporter des staatlichen Fernsehens berichtete, an älteren Gebäuden seien Risse zu sehen. Er habe Menschen stolpern sehen, die aus einem Restaurant gerannt seien.
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