Suche

Hilfsorganisationen in Birma noch immer von Behörden behindert

AP - Montag, 12. Mai, 13:16 Uhr

Frankfurt/Main (AP) Trotz leichter Lockerungen der Reiseverbote für ausländische Helfer in Birma klagen Hilfsorganisationen weiterhin über Einschränkungen. Ärzte ohne Grenzen berichtete am Montag, in einigen Gegenden werde die Organisation noch immer von Behörden behindert. So könnten die Mitarbeiter etwa im Bezirk Bogale nicht angemessen Hilfe leisten. Vor dem Zyklon «Nargis» lebten dort etwa 100.000 Menschen.

Auch das Hilfswerk Caritas erklärte, für ausländische Mitarbeiter aus Asien und Europa gebe es nach wie vor Beschränkungen bei der Visa-Erteilung und dem Zugang in das Katastrophengebiet. Unklar sei deshalb auch, inwieweit es möglich sein werde, die lokalen Helfer-Teams per Luft oder See aus angrenzenden asiatischen Ländern mit Nachschub zu versorgen.

Sorge bereitet den Caritas-Experten zudem die psychische Überforderung der Helfer von lokalen Partnerorganisationen: «Viele der Helfer bergen jetzt seit einer Woche Leichen», sagte der Katastrophenhelfer Karl Ammann in Rangun. «Sie werden mit schrecklichsten Schicksalen konfrontiert und brauchen dringend selber psychologische Unterstützung.»

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen brachte am Montag 34 Tonnen Hilfsgüter mit einem Flugzeug nach Rangun. Das Material wurde in Lager des Hilfswerks gebracht und soll schnellstmöglich per Lastwagen in die am meisten vom Zyklon betroffenen Gebiete verschickt werden. Drei weitere Flugzeuge mit insgesamt 120 Tonnen Hilfsgütern wurden im Laufe des Montags und Dienstags in Birma erwartet. Dennoch könnten die Bedürfnisse der Menschen im schwer betroffenen Irrawaddy-Delta damit kaum gedeckt werden, erklärte die Organisation.

© 2008 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved

Bewerten Sie diesen Artikel


Foren

Video: Ausland

Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.