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IWF sieht Probleme der Finanzkrise längst nicht gelöst Feiertagszusammenfassung

AP - Montag, 12. Mai, 12:52 Uhr

München (AP) Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Probleme der globalen Finanzmärkte längst nicht gelöst. IWF-Vizedirektor John Lipsky warnte im Interview der «Süddeutschen Zeitung» vor Selbstzufriedenheit. Zwar sei die unmittelbare Gefahr eines Zusammenbruchs der Finanzmärkte geringer geworden. Es gebe jedoch viel zu tun, um eine Wiederholung zu verhindern, sagte Lipsky.

Die Krise habe einen «neuen Typ von Gefahren» gezeigt. Nun komme es darauf an, diese Gefahren zu verstehen. «Weitere Aktionen könnten notwendig sein, die Probleme sind in keiner Weise gelöst», wird der IWF-Vize zitiert. Bei der Finanzkrise komme es auch darauf an, nicht nur den amerikanischen Hypothekenmarkt zu sehen. «Wir befinden uns in einem Prozess sinkender Vermögenswerte und in diesem Prozess entsteht Druck auf den Finanzsektor.»

Laut IWF insgesamt 320 Milliarden Dollar abgeschrieben

Lipsky bestätigte zugleich die auch von der EZB laut Medienberichten geschätzte Zahl von weltweit 320 Milliarden Dollar, die die Banken im Zuge der Krise bislang abgeschrieben hätten. Zum Ausgleich seien 235 Milliarden an neuem Kapital aufgenommen worden. Das frische Kapital habe den Druck auf die Banken verringert, wird Lipsky zitiert.

Für die USA sagte der IWF-Vize eine milde Rezession voraus. Der Anstieg der Energiepreise reduziere die Kaufkraft, der Arbeitsmarkt werde schwächer. «Wahrscheinlich erreichen wir jetzt den seit langem erwarteten Übergang zur Normalisierung des Sparverhaltens in den amerikanischen Haushalten», wird Lipsky zitiert.

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