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Kandahar (AP) Mehr als 200 mutmaßliche Taliban sind im Gefängnis in Kandahar in Hungerstreik getreten, um ein faires Gerichtsverfahren zu erreichen. Die Häftlinge hätten seit etwa sechs Tagen keine Nahrung zu sich genommen, sagte Behördensprecher Bismillah Afghanmul am Sonntag. Er sei mit neun Männern zusammengetroffen, die sich den Mund zugeklebt hätten.
Die Verdächtigen fordern nach Angaben der Unabhängigen Menschenrechtskommission Afghanistans unter anderem, dass ihnen während der Ermittlungen Anwälte zur Seite gestellt werden. Einige Fälle seien noch nicht vor Gericht gekommen. Die Häftlinge beklagten der Kommission zufolge außerdem, dass sie gefoltert und ihre Häuser aufgrund fehlerhafter Geheimdienstangaben von ausländischen Truppen durchsucht worden seien.
Justizminister Mohammad Sarwar Danesch räumte ein, dass die Justiz «ein bisschen langsam» arbeite. Der Oberste Richter des Landes sei wegen des Falls bereits mit dem Gouverneur von Kandahar zusammengetroffen, außerdem werde sich eine Delegation des Obersten Gerichtshofs um eine Lösung bemühen.
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