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Wulff: Merkel soll im Wahlkampf stärker auf ein Team setzen Feiertagszusammenfassung

AP - Montag, 12. Mai, 14:04 Uhr

Berlin (AP) Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel geraten, im Bundestagswahlkampf stärker als bisher auf ein Team zu setzen. Innenpolitisch seien die Themen Arbeitsmarktreform, Rentenreform, Gesundheitsreform, Föderalismusreform und andere «nicht von einem Menschen allein zu besetzen», sagte Wulff der «Welt am Sonntag». «Da sind wir in der Unionsspitze schlicht verpflichtet, uns mehr in die Haftung nehmen zu lassen», erklärte er.

Es sei sinnvoll, auch im Wahlkampf klar auf Angela Merkel zu setzen. Gleichzeitig müsse man ihr aber auch die Chance geben, zwischen prominenten Vertretern der Union und den SPD-Spitzen am Kabinettstisch zu vermitteln: «Ich wäre nicht böse, wenn sie sich bei der SPD am Kabinettstisch für manche Äußerung von mir, die CDU pur war, entschuldigt», betonte Wulff. Andererseits könne man Merkel das Leben auch erleichtern, «wenn man Positionen bezieht, die sie als Moderatorin in der Großen Koalition so nicht beziehen kann», betonte er.

Den Vorwurf, Merkel führe zu autoritär, wies Wulff zurück: «Sie ist ausgesprochen kommunikativ, sie hat eben nur einen Höllenjob angesichts der gewachsenen Verantwortung Deutschlands in der Welt, der Mehrfachbelastung durch Außen- und Sicherheitspolitik und Innenpolitik.» Bei Weitem habe Merkel nicht die «sich selbst ergebende Übereinstimmung in der Regierungspolitik wie bei einer kleinen Koalition.» Große Koalition heiße eben auch, große Kröten schlucken zu müssen, sagte Wulff.

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