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Chicago (AP) Nach langjähriger Verzögerung kann im Kinderpornografie-Prozess gegen den US-Sänger R. Kelly mit der Auswahl der Geschworenen begonnen werden. Richter Vincent Gaughan wies am Freitag in Chicago einen Antrag der Verteidigung auf eine weitere Vertagung zurück. Dem R&B-Star wird vorgeworfen, mit einem minderjährigen Mädchen Sex gehabt zu haben. Hauptbeweis der Staatsanwaltschaft ist eine Videoaufnahme des mutmaßlichen Missbrauchs.
Die Verteidigung stützte sich in ihrem Antrag auf einen Zeitungsartikel der «Chicago Sun-Times» vom Freitag, in dem es um einen potenziellen Zeugen ging. Die Staatsanwaltschaft erklärte jedoch, es sei noch zu früh um zu sagen, ob der Artikel mögliche Geschworene beeinflusst habe. Kelly erschien am Freitag im Gerichtsgebäude, äußerte sich aber nicht.
Das mutmaßliche Opfer, das heute 23 Jahre alt ist, hat erklärt, bei der Person in dem Videofilm handele es sich nicht um sie. Kellys Anwälte haben nicht erklärt, ob der Mann in dem Film Kelly ist. Der 41-Jährige hat sich für nicht schuldig erklärt. Bei einer Verurteilung drohen ihm 15 Jahre Haft. Es wird erwartet, dass der Prozess, der sich seit sechs Jahren immer wieder verzögert, mehrere Wochen dauern wird.
Kelly gewann 1997 einen Grammy für seinen Song «I Believe I Can Fly». Weitere Hits von ihm sind «Bump N' Grind», «Ignition» und aktuell «Hair Braider». Sein neues Album soll im Juli erscheinen.
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