AP
Wiesbaden (AP) Aus Sicht von CDU-Ministerpräsident Roland Koch ist das «Hamburger Modell» bei den Studiengebühren auch für Hessen eine denkbare Alternative. «Was in Hamburg gemacht wird, ist sehr viel vernünftiger als das, was die Mehrheit im hessischen Landtag (...) will», sagte Koch in einem Interview des «Wiesbadener Kuriers». SPD, Grüne und Linke bekräftigten in Hessen jedoch ihr Nein zu Studiengebühren.
In Hamburg haben CDU und Grüne beschlossen, Studiengebühren künftig erst nach dem Examen zu erheben. Koch signalisierte Bereitschaft, über die Einführung des «Hamburger Modells» in Hessen zu reden. Dagegen pochte die SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti am Freitag auf der Abschaffung der Studiengebühren in Hessen. Koch halte an den Studiengebühren grundsätzlich fest. Er wolle nur den Zeitpunkt der Erhebung verschieben, kritisierte Ypsilanti: «Wir wollen Bildungshürden abbauen, Herr Koch will die Bildungshürde nur unauffälliger platzieren.»
Auch die hessischen Grünen bekräftigten ihren Entschluss, die Studiengebühren noch vor der Sommerpause gemeinsam mit SPD und Linken abzuschaffen. «Ab dem kommenden Wintersemester wird das Studieren in Hessen wieder gebührenfrei und somit chancengerecht sein», sagte die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Sarah Sorge.
Die hochschulpolitische Sprecherin der Linken, Janine Wissler, verwies darauf, dass Studiengebühren nach der hessischen Verfassung unzulässig seien. Die Linke sei gegen jede Form von Studiengebühren, also auch gegen «Studiengebühren light».
© 2008 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved

Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.