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Seattle (AP) Der US-Konzern Microsoft geht gerichtlich gegen das von der EU-Kommission verhängte Rekordbußgeld in Höhe von fast einer Milliarde Euro vor. Microsoft-Sprecher Jack Evans erklärte, es sei Berufung beim Europäischen Gericht erster Instanz eingelegt worden, um die Annullierung der Kommissionsentscheidung zu erreichen. Die Klage sei ein konstruktiver Beitrag, um eine Klärung des Sachverhalts durch das Gericht zu erreichen, erklärte Evans am Freitag in einer E-Mail.
Die im Februar verhängte Strafe von 899 Millionen Euro war die höchste, die die Brüsseler Wettbewerbshüter jemals gegen ein einzelnes Unternehmen erlassen hat. Die Kommission warf Microsoft vor, für die Bereitstellung technischer Informationen an seine Konkurrenten jahrelang überhöhte Preise verlangt und damit gegen Auflagen der Kommission verstoßen zu haben. Die seit März 2004 gegen Microsoft verhängten Geldbußen addieren sich inzwischen zu einem Betrag von rund 1,68 Milliarden Euro.
Eine Ende der Auseinandersetzungen zwischen Microsoft und der EU-Kommission ist noch nicht abzusehen. Im Januar wurden weitere Untersuchungen zu der Frage eingeleitet, ob Microsoft den Browser Internet Explorer illegalerweise kostenlos zusammen mit dem Betriebssystem Windows ausliefert und ob das Unternehmen Informationen zu seinen Programmen anderen Firmen vorenthält, die ihre Produkte an Programme wie Word oder Excel anpassen wollen.
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