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Berlin (AP) Spitzenpolitiker sind der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zufolge vorwiegend mit extrem klimaschädlichen Dienstwagen unterwegs. Minister und Regierungschefs würden ihrer Vorbildfunktion in keiner Weise gerecht, sagte am Donnerstag DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch in Berlin. Landesumweltminister wie Otmar Bernhard (CSU) aus Bayern und sein niedersächsischer Kollege Hans-Heinrich Sander (FDP) stießen mit ihren Limousinen doppelt so viel Treibhausgase aus wie die von der EU-Kommission geplante Obergrenze.
Wünschenswert sei ein Signal aus der Politik, um den Druck auf Autobauer zu erhöhen, sagte Resch. Die führenden Unternehmen der Branche müssten ihre Pläne für spritsparende Modelle endlich umsetzen. Den Sicherheitsbestimmungen für Spitzenpolitiker zollte der Verband zwar Rechnung. PS- und Beschleunigungszahlen sowie mögliche Höchstgeschwindigkeiten seien aber häufig völlig überzogen.
Resch kritisierte auch den mangelnden Auskunftswillen der Regierenden. Vor allem Landespolitiker hätten häufig mit dem Verweis auf ihre Sicherheit Angaben verweigert. Die DUH kündigte rechtliche Maßnahmen an. Zugleich verwies der Verband darauf, dass er bei stark gefährdeten Politikern wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf Auskünfte verzichte.
Lobend erwähnte Resch die Berliner Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke). Sie sei mit einem Toyota Prius Hybrid unterwegs, der 104 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer ausstoße. Auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) lasse Bemühen erkennen, seine Flotte umweltverträglicher zu machen. Einer Vorgabe der Europäischen Union (EU) zufolge sollen Neuwagen ab 2012 im Schnitt nur noch 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen dürfen.
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