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Sechs Verletzte bei Großbrand in Innenstadt von Hann. Münden

AP - Sonntag, 4. Mai, 14:25 Uhr

Hann. Münden (AP) Mysteriöser Großbrand mit glimpflichem Ausgang: In der Innenstadt von Hann. Münden in Niedersachsen sind am frühen Sonntagmorgen sechs Menschen in ihrem brennenden Wohnhaus leicht verletzt worden. Insgesamt sieben Fachwerkhäuser und ein Anbau wurden von den lodernden Flammen zum Teil so schwer beschädigt, dass sie einsturzgefährdet waren. Rätsel gab den Ermittlern auf, dass das Feuer fast zeitgleich um 04.05 Uhr an zwei rund 500 Meter voneinander entfernten Gebäuden ausbrach, wie Polizeisprecherin Jasmin Kaatz der Nachrichtenagentur AP sagte.

Die Polizei schloss Brandstiftung nicht aus. Die Ermittlungen gehen aber in alle Richtungen, wie die Sprecherin sagte. Genaueres sollten die Untersuchungen der Brandherde ergeben, die aber erst am Montag nach Sicherungsmaßnahmen aufgenommen werden sollten. Es entstanden laut Kaatz Schäden in Millionenhöhe.

Laut Polizei meldeten Passanten und Anwohner telefonisch gegen 04.05 Uhr sowohl einen Brand an dem bewohnten Haus in der Langen Straße als auch an einem unbewohnten Haus in der Mühlenstraße. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf eine Befragung dieser Zeugen wie auch der aus dem Haus geretteten Bewohner. Hinweise auf mögliche Brandstifter gab es zunächst nicht. Die Polizei bildete eine Ermittlungsgruppe.

Auch Kinder verletzt

In dem dreistöckigen Gebäude lebten laut Polizei insgesamt sieben Menschen in vier Wohnungen, mit sowohl deutscher als auch ausländischer Nationalität. Sechs von ihnen, zwei alleinstehende Männer, eine alleinstehende Frau und eine Mutter mit ihren zwei und vier Jahre alten Kindern, waren zu Hause und wurden von der Feuerwehr über Drehleitern in Sicherheit und dann ins Krankenhaus gebracht. Sie erlitten nur leichte Verletzungen. Das Treppenhaus war wegen starker Rauchentwicklung unpassierbar. Das Haus war nach einer ersten Begutachtung akut einsturzgefährdet, ebenso wie das unbewohnte Haus, an dem ebenfalls Feuer ausgebrochen war.

Die Bewohner der jeweils direkt angrenzenden Häuser wurden von der Feuerwehr zunächst vorsichtshalber evakuiert, konnten aber bis zum Mittag in ihre Wohnungen zurückkehren, wie Kaatz weiter sagte.

Die Löscharbeiten dauerten am Nachmittag noch an, weil es immer noch Glutnester gab. Insgesamt waren nach ihren Angaben rund 120 Feuerwehrleute und 60 Polizisten im Einsatz.

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