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Rätselhafter Großbrand in Innenstadt von Hann. Münden

AP - Sonntag, 4. Mai, 17:31 Uhr

Hann. Münden (AP) Ein Großbrand hat in der historischen Innenstadt von Hann. Münden sieben Fachwerkhäuser zum Teil so stark beschädigt, dass sie einsturzgefährdet sind. Möglicherweise war Brandstiftung die Ursache, denn das Feuer brach fast zeitgleich in der Nacht zum Sonntag an zwei rund 500 Meter voneinander entfernten Gebäuden aus. Mit nur sechs Leichtverletzten ging der Brand glimpflich aus, wie Polizeisprecherin Jasmin Kaatz der Nachrichtenagentur AP sagte.

Bereits vor rund einer Woche hatten Unbekannte nach Aussagen eines Hausbesitzers versucht, ein leerstehendes Haus in der Innenstadt anzuzünden. Jemand hat demnach durch eine eingeschlagene Fensterscheibe brennendes Zeitungspapier in das Haus geworfen. Das Feuer sei aber von allein ausgegangen und der Mann habe den Vorfall auch nicht zur Anzeige gebracht. Gleichwohl werde ihm jetzt nachgegangen, sagte Kaatz.

Auch bei dem Feuer am Sonntag schloss die Polizei Brandstiftung nicht aus. Die Ermittlungen gehen aber in alle Richtungen, wie die Sprecherin sagte. Genaueres sollten die Untersuchungen der Brandherde ergeben, die aber erst am Montag nach Sicherungsmaßnahmen aufgenommen werden sollten. Es entstanden laut Kaatz Schäden in Millionenhöhe.

Der Polizei zufolge meldeten Passanten und Anwohner telefonisch gegen 04.05 Uhr sowohl einen Brand an dem bewohnten Haus in der Langen Straße als auch an einem unbewohnten Haus in der Mühlenstraße. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf eine Befragung dieser Zeugen wie auch der aus dem Haus geretteten Bewohner. Hinweise auf mögliche Brandstifter gab es zunächst nicht. Die Polizei bildete eine Ermittlungsgruppe.

Auch Kinder verletzt

In dem dreistöckigen Gebäude lebten laut Polizei insgesamt sieben Menschen in vier Wohnungen, mit sowohl deutscher als auch ausländischer Nationalität. Sechs von ihnen, zwei alleinstehende Männer, eine alleinstehende Frau und eine Mutter mit ihren zwei und vier Jahre alten Kindern, waren zu Hause und wurden von der Feuerwehr über Drehleitern in Sicherheit und dann ins Krankenhaus gebracht. Sie erlitten nur leichte Verletzungen. Das Treppenhaus war wegen starker Rauchentwicklung unpassierbar. Das Haus war nach einer ersten Begutachtung akut einsturzgefährdet, ebenso wie das unbewohnte Haus, an dem ebenfalls Feuer ausgebrochen war.

Die Bewohner der jeweils direkt angrenzenden Häuser wurden von der Feuerwehr zunächst vorsichtshalber evakuiert, konnten aber bis zum Mittag in ihre Wohnungen zurückkehren, wie Kaatz weiter sagte.

Die Löscharbeiten dauerten am späten Nachmittag in der Langen Straße noch an, weil es immer noch Glutnester gab. Insgesamt waren rund 120 Feuerwehrleute und 60 Polizisten im Einsatz.

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